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Ballack bringt Chelsea auf Augenhöhe

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England - Premier League  

Ballack bringt Chelsea auf Augenhöhe

26.04.2008, 17:21 Uhr | dpa

Torschütze gegen Manchester: Michael Ballack (Foto: imago)Torschütze gegen Manchester: Michael Ballack (Foto: imago) Michael Ballack hat mit einem fulminanten Kopfball-Tor und einem eiskalt verwandelten Handelfmeter das Rennen um die englische Meisterschaft wieder spannend gemacht. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft erzielte beim knappen 2:1 (1:0)-Erfolg des FC Chelsea über Titelverteidiger Manchester United beide Treffer für seinen Klub. Zwei Spieltage vor Saisonende zogen die Blues damit in der Premier League mit ManU (beide 81 Zähler) nach Punkten gleich. Die Red Devils, die mit einem Sieg schon vorzeitig ihren 17. Meistertitel hätten feiern können, bleiben dank einer um 16 Treffer besseren Tordifferenz aber weiterhin Tabellenführer.

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Auseinandersetzung zwischen Ballack und Drogba

"In großen Spielen muss man treffen", sagte Ballack nach dem Spiel dem Sender Sky Sports. "Ich kann mit Druck umgehen, ich mag das." Über Chelseas Stürmer Didier Drogba, mit dem er vor dem Strafstoß eine kurze Auseinandersetzung hatte, sagte der Matchwinner: "Das kann während des Spiels passieren, aber danach ist wieder alles in Ordnung. Jeder will gewinnen, er, ich, jeder. Es war ein großer Sieg für unsere Mannschaft, also spielt das keine Rolle."

Cole scheitert am Lattenkreuz

Chelsea dominierte das hochdramatische und am Ende furiose Match vor 41.828 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Stamford Bridge von Beginn an. United, das nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Drogba früh Verteidiger Nemanja Vidic gegen Ex-Bayern-Profi Owen Hargreaves austauschen musste (14. Minute), kam anfangs kaum über die Mittellinie. Die Blues vergaben aber zunächst ihre Chancen, Joe Cole traf nur das Lattenkreuz (21.).

Rooney nutzt Fehlpass eiskalt aus

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war dann Ballack erstmals zur Stelle und versenkte eine Flanke von Drogba unhaltbar per Kopf im ManU-Tor. Doch Chelseas Führung hielt nicht lange. Uniteds Stürmerstar Wayne Rooney nutzte einen missglückten Rückpass von Ricardo Carvalho zum Konter und ließ Petr Cech im Chelsea-Tor keine Abwehrchance (57.).

Schewtschenko und Cole retten auf der Linie

Danach sah es nach einer Punkteteilung aus. Doch nach einem Handspiel von Michael Carrick im Strafraum trat Ballack zum fälligen Elfmeter an, blieb cool und machte mit seinem achten Saisontreffer Chelseas Sieg perfekt (84.). Allerdings mussten Verteidiger Ashley Cole und der eingewechselte Stürmer Andrej Schewtschenko vor dem Abpfiff noch für die Londoner auf der Linie retten.

Giggs widerspricht Grant

"Der Sieg war verdient. Wir haben sie nun unter Druck gesetzt", sagte Chelsea-Trainer Avram Grant nach dem packenden Match mit Blick auf ManU. "Ich glaube, dass wir es noch schaffen können - das muss ich, schließlich bin ich im Fußball-Geschäft." Manchesters Mittelfeld-Routinier Ryan Giggs widersprach allerdings. "Wir hätten hier mehr verdient. Nun müssen wir zweimal siegen, das ist machbar."

Lampard wegen Todesfall in der Familie nicht dabei

"Die ganze Saison haben wir uns anhören müssen, dass wir nicht so gut wie Manchester und Arsenal spielen können. Jetzt haben wir gezeigt, dass wir es mit jedem aufnehmen können", freute sich derweil Blues-Kapitän John Terry. Chelsea widmete den Sieg der kürzlich verstorbenen Mutter von Frank Lampard, der wegen des Trauerfalls nicht spielte.

Liverpool hat Rang vier sicher

Manchester trifft in der Premier League kommenden Samstag auf West Ham United, das sich 2:2 (2:0) von Newcastle United trennte. Chelsea muss Montag in einer Woche bei Newcastle antreten. Liverpool, das am Mittwoch im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen die Blues an die Stamford Bridge reist, kam bei Birmingham City über ein 2:2 (0:1) nicht hinaus, hat Rang vier aber bereits sicher. Mit einem 3:2 (0:2)-Sieg über Manchester City, wo Dietmar Hamann abermals fehlte, entkam der FC Fulham von Moritz Volz, der ebenfalls nicht zum Aufgebot gehörte, dem vorzeitigen Abstieg. Auch Robert Huth war bei der 2:3 (1:2)-Niederlage seines FC Middlesbrough beim FC Sunderland nicht dabei.

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