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Österreich: Brückner übernimmt Erbe von Hickersberger

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Österreich  

Brückner übernimmt Hickersbergers Erbe

25.07.2008, 13:48 Uhr | dpa, t-online.de

Österreichs Nationaltrainer Karel Brückner (Foto: imago)Österreichs Nationaltrainer Karel Brückner (Foto: imago) Österreichs Suche nach einem Nachfolger für den nach der EM zurückgetretenen Teamchef Josef Hickersberger ist beendet. Die Wahl fiel auf Karel Brückner. Der 68-Jährige hatte bei der EM noch die Tschechen betreut, gegen die Türken aber auf Grund bitterer Schlussminuten den Sprung ins Viertelfinale verpasst.

Wie bereits vor Beginn der Endrunde angekündigt, hatte Brückner anschließend beim Europameister von 1976 seinen Hut genommen. Sein Engagement beim Nachbarn Österreich kommt nun überraschend. Abgesagt hatte unter anderen der frühere Schalker Cheftrainer Mirko Slomka.

Was wird aus Herzog?

Als erster Anwärter auf Hickersbergers Posten galt ursprünglich dessen vormaliger Assistent Andreas Herzog. "Ich hatte natürlich ein bisschen Hoffnung, dass ich es werde, aber gegen so einen Trainer war ich chancenlos. Das ist eine absolute Top-Entscheidung", lobte Österreichs Rekord-Nationalspieler. Ob er weiter als Assistent zur Verfügung steht, ließ der 39-Jährige offen. Dies soll laut ÖFB am 28. Juli geklärt sein. Der langjährige Bremer sollte - so sickerte seitens der ÖFB-Spitze schon zeitig durch - in der WM-Qualifikation nicht "verbrannt" werden. "Keine Frage, Brückner ist ein Top-Mann", sagte Herzog.

Portrait Karel Brückner

Brückner unterstützen

Stickler forderte auf einer Pressekonferenz in Wien, bei der der neue Coach noch fehlte, "die volle Unterstützung der Fußball-Familie" für Brückner ein. "Ich muss lernen, neu zu leben", merkte der neue ÖFB-Coach an.

Portrait Österreichs Nationalmannschaft

Schwierige WM-Qualifikationsgruppe

Vor allem muss Brückner schnellstens die Gegner Österreichs in der kommenden WM-Qualifikation für 2012 kennenlernen. In der Gruppe sieben hat sich die Alpenrepublik mit solchen Hochkarätern wie Frankreich und auch Rumänien um einen Platz im Endrundenfeld in Südafrika zu messen. Dazu gesellen sich die ebenfalls nicht schwachen Serben, die unberechenbaren Litauer und Angstgegner Färöer-Inseln. Die Feringer hatten Österreich zum Auftakt der EM-Qualifikation am 12. September 1990 mit 0:1 eine Jahrhundertniederlage beigebracht. Fazit: Mit einer Teilnahme in Südafrika darf - bei realistischer Einschätzung des rot-weiß-roten Potenzials - nicht zwingend gerechnet werden.

Wer folgt auf den "Weißen Vater"?

Anschließend wäre die Gelegenheit günstig, Brückner durch Herzog zu ersetzen, schon auf Grund des Alters des "Weißen Vaters" (nach der Karl-May-Figur "Klekih-petra") aus Tschechien. Seit 2002 hatte Brückner die dortige Nationalmannschaft betreut. Diese beeindruckte nicht nur jüngst durch Platz eins in der EM-Qualifikation vor Deutschland, sondern spielte ihren besten Fußball im Rahmen der EM 2004. Damals setzte es erst im Halbfinale nach Verlängerung das unerwartete Aus gegen den späteren Sensations-Europameister aus Griechenland. Brückners Job übernahm zum 1. Juli 2008 dessen bisheriger Assistent Petr Rada.

Portrait Tschechiens Nationalmannschaft

Fünfter Ausländer als österreichischer Nationaltrainer

Brückner ist der insgesamt fünfte ausländischer Nationaltrainer Österreichs. Dass die Wahl auf den nach dem Spanier Luis Aragonés und dem Deutschen Otto Rehhagel (beide bereits 69 Jahre alt) drittältesten EM-Coach gefallen ist, kam unerwartet.

Gehörige Portion internationaler Erfahrung

"Wir sind überzeugt, dass er mit seiner internationalen Erfahrung der ideale Mann für die weitere Entwicklung unseres jungen Teams ist", sagte Bundesliga-Präsident Martin Pucher, der mit Stickler den erfahrenen Coach auswählte, der österreichischen Nachrichten-Agentur APA.

Auftakt gleich gegen Weltmeister Italien

Dem als Taktik-Fuchs bekannten gebürtigen Olmützer Brückner bleibt wenig Zeit, um sich auf die neue Aufgabe einzustellen. Denn schon am 20. August steht gegen Weltmeister Italien das einzige Test-Länderspiel vor der am 6. September mit dem Heimspiel gegen Vize-Weltmeister Frankreich beginnenden WM-Ausscheidung an.

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