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Fußball International - England: Phantom-Tor sorgt für Wirbel

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England - Championship  

Phantom-Tor sorgt für Wirbel

24.09.2008, 11:17 Uhr | t-online.de

Watfords John Eustace (li.) wird auf dem Spielberichtsbogen als Eigentorschütze geführt, der Ball war aber niemals im Netz. (Foto: imago)Watfords John Eustace (li.) wird auf dem Spielberichtsbogen als Eigentorschütze geführt, der Ball war aber niemals im Netz. (Foto: imago) Ein Phantom-Tor sorgt in der zweiten englischen Liga für Schlagzeilen. Beim Spiel zwischen dem FC Watford und Reading fiel angeblich ein Treffer, den außer dem Linienrichter niemand mitbekommen hatte. Nach knapp einer Viertelstunde kam es im Watforder Strafraum zum Getümmel, die Gäste machten Druck, Kopfball an die Latte, Nachschuss. Plötzlich pfiff der Schiedsrichter die Szene ab.

Der Watford-Keeper legte sich den Ball zum Abschlag zurecht. Auch die übrigen Spieler beider Mannschaften trabten zurück ins Mittelfeld, ehe klar wurde, warum der Linienrichter da so eifrig mit der Fahne wedelte: Er hatte ein Tor gesehen.

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Einen Meter neben dem Tor

Im offiziellen Spielbericht hieß es dann: Watfords John Eustace erzielte in der 13. Minute ein Eigentor zum 1:0 für Reading. Aber: Der Ball war nie auch nur annähernd hinter der Linie. Bei der fraglichen Szene befand sich das Leder rund einen Meter neben dem Tor. Doch Linienrichter Nigel Bannister, welcher nach dem Eckball eigentlich eine perfekte Position hat, machte Stuart Atwell – den jüngsten Schiedsrichter der Liga – darauf aufmerksam, dass er einen Treffer gesehen hatte. Verdutzt waren dabei wohl auch die Reading-Spieler, denn gejubelt hat niemand. Zugegeben, dass der Ball im Tor-Aus war, hat allerdings auch niemand.

Wiederholungsspiel abgelehnt

In der Folge drehte Watford die Partie, doch ein Elfmeter in der 87. Minute rettete dem FC Reading das 2:2. Watford forderte natürlich umgehend eine Wiederholung. Diese wurde aber abgelehnt. Der Ligaverantwortliche Andy Williamson sagte in seiner Erklärung: "Die Regeln geben uns keine Ermessensfreiheit. Die Schiedsrichter-Entscheidung ob es Tor war oder nicht ist abschließend. Wir können nicht intervenieren."

Erinnerungen an Thomas Helmer

Thomas Helmer schiebt den Ball am Tor vorbei - trotzdem gab der Schiri den Treffer. (Foto: imago)Thomas Helmer schiebt den Ball am Tor vorbei - trotzdem gab der Schiri den Treffer. (Foto: imago) Beim Fußballfan werden dabei Erinnerungen wach. Denn es ist nicht das erste Phantom-Tor, das für Aufregung in der Fußball-Welt sorgt. Am 32. Spieltag der Saison 1993/1994 hatte der Bayern-Spieler Thomas Helmer im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg das Kunststück vollbracht, den Ball aus 50 Zentimetern am Tor vorbeizuschieben. Nur Linienrichter Jörg Jablonski sah das irgendwie anders und zeigte seinem Unparteiischen Joachim Osmers an, dass das Leder die Linie überschritten hatte.

Kein Unrechtsbewusstsein

Die Bayern gewannen 2:1, Nürnberg erzwang ein Wiederholungsspiel - und verlor hier mit 0:5. Auch beim damaligen Phantom-Tor hatten die zu Unrecht Bevorteilten den Schiedsrichter nicht auf seinen Lapsus hingewiesen. Helmer erklärte, nichts gesehen zu haben. Erst im Nachhinein gestand er seine Mitschuld an einem der größten Skandale der deutschen Fußball-Geschichte ein.

Forderung nach dem Videobeweis

Der aktuelle Fall könnte den Befürwortern des Videobeweises im Profifußball neue Nahrung geben. "Als der Pfiff ertönte, hab ich mich gewundert, ob es wegen eines Fouls war. Denn ich habe keines gesehen”, erzählt Steve Coppell. Als er nach der Partie zigmal die TV-Bilder studiert hatte, ist dem Reading-Manager eines klar: “Das Spiel”, so Coppell, “schreit förmlich nach dem Videobeweis, und das tut es schon seit langem.” Ein Begehren, dem die FIFA seit jeher aber einen Riegel vorschiebt.

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