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Fußball International: Tunesien-Fans beleidigen Fußball-Frankreich

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Frankreich - Tunesien  

Hymnen-Skandal beschäftigt sogar Präsident Sarkozy

15.10.2008, 16:06 Uhr | sid, t-online.de

Thierry Henry (links)  traf gegen Tunesien doppelt. (Foto: imago)Thierry Henry (links) traf gegen Tunesien doppelt. (Foto: imago) Mit Empörung haben französische Politiker auf das Verhalten tunesischer Fans im Stade de France reagiert. "Das war eine Beleidigung für Frankreich und seine Nationalspieler. So etwas sollte nicht toleriert werden", schimpfte Premierminister Francois Fillon nach dem Länderspiel, das Frankreich 3:1 gewann.

Tunesische Anhänger hatten die Marseillaise vor dem Spiel mit einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert begleitet und die Namen der französischen Spieler bei der Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung mit Pfiffen bedacht.

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Abbruch bei Pfiffen

Das soll laut Fillon ein Nachspiel haben: "Ich finde, man sollte so eine Veranstaltung sofort beenden, wenn bei einer der Hymnen laute Buhrufe zu hören sind." Dieser Meinung schlossen sich inzwischen Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Jean-Pierre Escalettes, Chef des französischen Fußballverbandes, Sportministerin Roselyne Bachelot und Staatssekretär Bernard Laporte auf einem Krisengipfel an. Resultat: Sollte so etwas wieder vorkommen, wird das Spiel abgebrochen.

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Keine Länderspiele mehr in Paris?

Laporte schlug bereits vor, Spiele gegen nordafrikanische Länder nicht mehr im Stade de France von St. Denis vor den Toren von Paris auszutragen. Ähnliche Vorfälle wie gegen Tunesien hatte es bereits bei den Länderspielen gegen Marokko im November 2007 und gegen Algerien vor sieben Jahren gegeben. Viele Einwanderer aus Nordafrika haben in Frankreich, besonders in der Region um Paris, eine neue Heimat gefunden. "Bachelot und Laporte waren geschockt von der Reaktion einiger Fans beim Abspielen der Marseillaise, dem Symbol der französischen Republik", hieß es in einem Statement.

Domenech darf bleiben

Wegen des Hymnen-Skandals trat die Diskussion um die sportliche Zukunft von Nationaltrainer Raymond Domenech in den Hintergrund. Die Verbandsspitze hatte beschlossen, dass der seit dem frühen EM-Aus stark in der Kritik stehende Trainer weitermachen darf. "Er wird wie vertraglich vorgesehen bis 2010 bleiben", sagte Verbands-Boss Escalettes. Nach dem hart erkämpften 2:2 in der WM-Qualifikation in Rumänien war über seine Ablösung spekuliert worden, da Frankreich bereits zum Auftakt beim 1:3 in Österreich enttäuscht hatte.

Henry trifft doppelt

Doch Leistungsträger wie Franck Ribery von Bayern München oder Thierry Henry (FC Barcelona) hatten sich für Domenech ausgesprochen. Zudem rettet Henry dem Trainer mit seinen beiden Treffern gegen Tunesien wohl den Job. Das dritte Tor für die Gastgeber erzielte Karim Benzema (58.). Issam Jemaa hatte den Ausgleich markiert (30.).

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