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Botafogo Rio de Janeiro: Carlos Alberto wegen "Popograbscher" gesperrt

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Brasilien - Botafogo Rio de Janeiro  

Bremer Leihgabe Alberto als "Grabscher" enttarnt

17.10.2008, 14:05 Uhr | t-online.de

Botafogos Carlos Alberto (li.) tätschelt Réver von Gremio am Po. (Foto: t-online.de)Botafogos Carlos Alberto (li.) tätschelt Réver von Gremio am Po. (Foto: t-online.de) Ein Klaps auf den Allerwertesten schadete dem Vernehmen nach noch niemanden - außer Carlos Alberto. Das Bremer Problemkind muss dem Spielbetrieb in seiner brasilianischen Heimat acht Wochen zuschauen - wegen eines Tatschens an der falschen Stelle.

Die üppige Sperre handelte sich die Leihgabe Werders an Botafogo am 4. Oktober in der mit 1:2 verlorenen Partie bei Spitzenreiter Gremio Porto Alegre ein. Der Tabellenfünfte der brasilianischen Série A kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

Albertos Trainer: "Ein Witz!"

"Das gehört nicht vor eine Disziplinarkommission", ereiferte sich Trainer Ney Franco nach Information der "Bild"-Zeitung. "Das war ein Witz" und gehöre zum Spiel dazu, beschrieb der Coach die Szene gegen Botafogos Abwehrmann Réver Humberto Alves Araújo. "Selbst unser Gegner lachte darüber", fügte Franco an. Über das, was die Verbandsrichter als "Undiszipliniertheit und unmoralisches Verhalten" einstuften.

Kein zweiter Diego

Carlos Alberto entpuppte sich nach seinem Wechsel aus Porto im Sommer 2007 im hohen Norden als grandioser Flop. Nur zwei Mal lief der 23-Jährige, vor dessen laxer Einstellung zum Beruf die Bremer gewarnt worden waren, bislang für den Vizemeister in der Bundesliga auf. Seit dem 21. Januar 2008 verdingt sich der vermeintliche Star, der alle Anlagen besitzt, wieder in seiner Heimat. Nach einer Trainingsschlägerei mit Boubacar Sanogo und einer Schwarzgeld-Affäre wollte Werder das "Enfant terrible" zunächst wieder los werden.

Gegen Santos noch dabei

Dass er dort die wichtige Begegnung gegen den auf dreizehn platzierten Pelé-Klub FC Santos am 18. Oktober erlebt, tröstet Alberto über die verhängte Strafe hinweg: "Ich bin sehr glücklich und erleichtert, weil das eine sehr wichtige Partie ist. Ich wollte für nichts auf der Welt auf der Tribüne sitzen. Ich bin gut drauf, und nicht spielen zu dürfen, wäre sehr schlimm." Dass er spielen darf, verdankt der Mann mit der Nummer 19 dem Umstand, dass erst Ende Oktober Botafogos Einspruch verhandelt werden wird. Denn geht es auch um eine Sperre gegen Carlos Albertos Kollegen Jorge Enrique de Souza.

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