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Georgien: Wenig Interesse für Maradona und Argentinien

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Diego Maradona  

Nur 4000 statt 60.000 Fans: Enttäuschte Gauchos

26.10.2008, 15:21 Uhr | AFP

In Argentinien wird er vergöttert: Diego Armando Maradona (Foto: imago)In Argentinien wird er vergöttert: Diego Armando Maradona (Foto: imago) Diego Maradona & Co. haben beim Spiel der Legenden in Tiflis für Unmut gesorgt. Da sich 30 Minuten vor dem Anpfiff zum Duell der Traditions-Teams aus Georgien und Argentinien nur knapp 4000 Fußball-Fans im Dinamo-Stadion (60.000 Plätze) eingefunden hatten, verloren das argentinische Idol und seine über die geringe Resonanz enttäuschten Mitspieler die Lust und ließen die wenigen Besucher lange warten. Erst mit 45-minütiger Verspätung traten sie doch noch an.

Drei Tage nach dem umjubelten Empfang für Maradona und 15 weitere argentinische Alt-Internationale schlug die Begeisterung in Georgiens Hauptstadt vorübergehend in Enttäuschung um, am Ende siegten die Gaucho-Oldies gegen die georgischen Gastgeber auch ohne einen Treffer ihres Superstars mit 5:3.

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Maradona sauer auf den Veranstalter

Zuvor gab es Pfiffe der wartenden Fans, denn weder Don Diego noch die anderen Altstars wie Sergio Goycochea, Claudio Caniggia oder Gabriel Amato setzten zunächst auch nur einen Fuß auf den Rasen. Georgische Journalisten meinten, es habe Streit gegeben: Maradona habe seinen Ärger über Organisator Niko Patarkalishvili geäußert, da dieser es nicht geschafft habe, das bei Länderspielen Georgiens fast immer ausverkaufte Stadion von Dinamo Tiflis voll zu bekommen.

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Astronomisch hohe Ticketpreise für georgische Verhältnisse

Die Ticket-Preise seien viel zu hoch gewesen, lautete der Vorwurf. Der Kartenverkauf war zudem erst drei Tage vor dem Spiel gestartet worden, das billigste Ticket habe umgerechnet 95 Euro (150 Lari) gekostet - ein für georgische Fußball-Fans unerschwinglicher Preis. Als die Organisatoren dies am Spieltag bemerkten, waren die Tickets plötzlich für ein Drittel zu haben. Und als Maradona sagte, er wolle nicht vor leeren Rängen spielen, gelangten 5000 weitere Menschen gratis in die Arena. Das Match begann, aber die gute Laune war dahin.

Lustlose Altstars lassen Pressekonferenz ausfallen

Auf dem Rasen agierten die Gauchos, die sich kaum warm gemacht hatten, eher lustlos. Amato (3 Tore), Acosta und Flores trafen, Maradona gefiel durch ein paar Zauberpässe, brachte aber nur einen erfolglosen Volleyschuss an und ging nach 66 Minuten vom Feld. Auf der Bank lächelte er zwar, aber ihm war anzumerken, dass er sauer war. Die geplante Pressekonferenz fiel aus, Maradona & Co. verließen das Stadion kommentarlos, gaben aber immerhin Autogramme.

Nur drei Tage Zeit für den Vorverkauf

"Ich habe fast allein gearbeitet. Ich brauchte mehr Unterstützung von allen Seiten", verteidigte sich Organisator Patarkalishvili nach dem verpatzten Abend. "Wir hatten erst vor drei Tagen Grünes Licht von Maradona bekommen. Jetzt weiß ich, dass die Preise zu hoch waren." Der Pressesprecher der Georgischen Fußball-Föderation, Alexander Znobiladze, erklärte die GFF für nicht verantwortlich: "Der Veranstalter meinte, er weiß und kann alles. Aber Maradona im leeren Stadion, das ist eine Katastrophe. Als Georgier schäme ich mich."

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