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Serie A: Spielervermittlern drohen lange Haftstrafen

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Italien - Serie A  

Moggi und Davide Lippi drohen lange Haftstrafen

12.11.2008, 11:26 Uhr | dpa

Luciano Moggi droht mächtig Ärger in Italien. (Foto: imago)Luciano Moggi droht mächtig Ärger in Italien. (Foto: imago) Im Prozess gegen die Spielervermittlung GEA World hat die Staatsanwaltschaft in Rom sechs Jahre Haft für den früheren Juventus Turin-Manager Luciano Moggi gefordert. Für Moggis Sohn Alessandro verlangte Staatsanwalt Luca Palamara fünf, für Davide Lippi, den Sohn des italienischen Fußball-Nationaltrainers Marcello Lippi ein Jahr und vier Monate Gefängnis.

Die Spielervermittler Franco Zavaglia sollen drei Jahre, Francesco Ceravolo zwei Jahre und vier Monate sowie Pasquale Gallo acht Monate hinter Gitter.

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Aufbau krimineller Strukturen

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Sie sollen Fußballer zu Vertragsabschlüssen genötigt und bedroht haben. "Sie haben den Fußball kontrollieren wollen", behauptete Staatsanwalt Palamara. Dabei soll der ehemalige Juve-Manager Moggi aufgrund seiner hervorragenden Kontakte im italienischen Fußball die Schlüsselrolle gespielt haben. Der 71-Jährige bestritt die Vorwürfe.

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Urteil im Januar

"Wir haben eine derartige Forderung der Staatsanwaltschaft erwartet", zeigte sich Alessandro Moggis Anwalt von dem hohen Strafmaß wenig überrascht. Immerhin hat das Plädoyer des Staatsanwalts fast sechs Stunden gedauert. Das Urteil des Gerichts wird Mitte Januar erwartet.

Moggi auch in Neapel vor Gericht

Luciano Moggi war wegen Schiedsrichterbeeinflussung und Ergebnismanipulationen in der Serie A vom Sportgericht des Italienischen Fußball-Verbandes (FIGC) 2006 bereits mit einem langjährigen Berufsverbot und einer Geldstrafe belegt worden. Juve wurde damals zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt. Der in Italien einst als Fußballpate bezeichnete Moggi steht auch in Neapel vor Gericht. Dort wird ihm Ligamanipulation durch Beeinflussung von Schiedsrichtern vorgeworfen.

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