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Primera División - Real Madrid: Rätselraten um Calderón

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Primera División - Real Madrid  

Calderón nicht mehr Präsident der Königlichen

16.01.2009, 10:49 Uhr | dpa

Real Madrids Präsident Ramón Calderón (Foto: imago)Real Madrids Präsident Ramón Calderón (Foto: imago) Real Madrids Präsident Ramón Calderón ist über einen von der Presse aufgedeckten Skandal gestürzt und von seinem Amt zurückgetreten. Wie aus Vereinskreisen verlautete, gab der Klubchef seine Entscheidung auf einer Krisensitzung des Vorstands bekannt.

Er zog damit die Konsequenzen aus der Affäre um einen Wahlbetrug bei der Verabschiedung des Vereinsbudgets im Dezember 2008.

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Hoffnungen ruhen auf Boluda

Als Interimspräsident und Retter in der Not soll der bisherige Vize Vicente Boluda die Geschicke des Klubs lenken und die Königlichen aus der Krise führen. Am Ende der Saison solle ein neuer Vereinspräsident gewählt werden, hieß es. Normalerweise wäre die Wahl erst 2010 fällig gewesen. Der 54-jährige Boluda versteht etwas von Rettungsoperationen: Der Reeder kommandiert eine der größten Flotten von Schleppern und Rettungsschiffen der Welt.

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Calderón räumt Manipulation ein

Der Skandal um den Wahlbetrug war von der Sportzeitung "Marca" aufgedeckt worden. Dass Blatt hatte enthüllt, dass an der Abstimmung zur Verabschiedung des Etats im Dezember 2008 mehrere "falsche Delegierte" teilgenommen hatten, die nicht stimmberechtigt waren. Calderón räumte die Manipulation ein, erklärte aber, damit nichts zu tun gehabt zu haben. Er machte zwei Bedienstete für den Schwindel verantwortlich und ordnete deren Entlassung an.

Transferpanne Huntelaar oder Diarra?

"Er ist nur noch die Asche seiner selbst"

Einer von ihnen, Mariano Rodríguez alias Nanín, erklärte jedoch: "Ich habe nie auf eigene Faust gehandelt, sondern immer Anweisungen meines Chefs befolgt." Daraufhin war der Klubchef kaum noch im Amt zu halten. "Calderón ist technisch k.o." schrieb das Sportblatt "As". "Er ist nur noch die Asche seiner selbst." Mehrere Real-Mitglieder stellten bei einem Gericht den Antrag, alle Beschlüsse der manipulierten Generalversammlung zu annullieren.

Zwei Meisterschaften unter Calderón

Real erhielt mit dem Wechsel an der Vereinsspitze bereits den fünften Präsidenten in weniger als vier Jahren. Unter Calderón wurde Real zweimal spanischer Meister. Die Erfolgstrainer Fabio Capello und Bernd Schuster wurden jedoch trotz ihrer Titelgewinne später entlassen.

Versprechen nicht wahr gemacht

Die Amtszeit Calderóns war schon vorher von Skandalen überschattet gewesen. Bereits die Wahl des Anwalts zum Vereinspräsidenten vor zweieinhalb Jahren war umstritten, da die Stimmen der Briefwähler nicht mitgezählt wurden. Zudem konnte Calderón seine Versprechen nicht wahr machen, die Stars Kaká (AC Mailand) und Francesc Fabregas (FC Arsenal) zu verpflichten. Zudem musste er sich finanzielle Unregelmäßigkeiten und Vetternwirtschaft vorwerfen lassen.

"Zwei Titel und 1000 Skandale"

Im Dezember unterlief dem Klub eine Panne auf dem Transfermarkt, als er die Spieler Klaas-Jan Huntelaar und Lassana Diarra für 40 Millionen Euro verpflichtete, obwohl er nur einen davon in der Champions League einsetzen kann. Das in Barcelona erscheinende Fachblatt "Sport" brachte - mit einem Hauch von Schadenfreude - die Amtszeit Calderóns auf die Formel: "Zwei Titel und 1000 Skandale".

Pokal-Aus und der Spott des Volkes

Die Krise wurde auch durch sportliche Misserfolge verschärft. Zwar konnten die Königlichen mit dem Schuster-Nachfolger Juande Ramos zuletzt drei Spiele hintereinander gewinnen. Aber in der Primera Division liegen sie zwölf Punkte hinter dem Erzrivalen FC Barcelona zurück. Im Pokal scheiterten sie am Drittligisten Real Union Irun. Zum Schaden kam für die Madrilenen der Spott hinzu. In Spanien zirkulieren bereits mehrere Real-Witze. In einem dieser Witze hieß es, Calderón habe die (82-jährige) Herzogin von Alba heiraten wollen - damit er in dieser Saison wenigstens einen Titel bekomme.

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