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Dopingstrafen in der Serie A: Spieler streiken aus Solidarität

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Serie A - 22. Spieltag  

Viertelstündiger Streik des kickenden Personals

30.01.2009, 11:13 Uhr | dpa

Brescias Davide Pozzanini (Foto: imago)Brescias Davide Pozzanini (Foto: imago) An italienische Fußballskandale sind Fans und Beobachter seit Jahrzehnten gewöhnt. Jetzt setzten die Profis auf dem Stiefel einen neuerlichen Ausstand durch. Grund: die Doping-Sperren gegen ihre Kameraden Daniele Mannini und Davide Possanzini. Alle Spiele der ersten und zweiten italienischen Liga werden am 22. Spieltag mit 15 Minuten Verspätung beginnen.

Die Aktion beschloss die Spielergewerkschaft AIC. Einen solchen Streik hatte es in Italien zuletzt vor 13 Jahren gegeben.

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Verspätung als Verweigerung gewertet

Die Kicker protestieren damit gegen die vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne verhängten einjährigen Dopingsperren für Mannini und Possanzini. Die beiden weitgehend unbekannten Kicker hatten sich nach einem Spiel von Brescia Calcio gegen Chievo Verona im Dezember 2007 zu spät zur Dopingkontrolle eingefunden. Nach Ansicht des Sportgerichts des italienischen Fußballverbands (FIGC) war dies jedoch kein Dopingvergehen. Die Spieler wurden freigesprochen und lediglich für 15 Tage gesperrt. Dagegen legte die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Berufung ein und bekam vor dem CAS in der vergangenen Woche recht. Das verspätete Erscheinen bei der Dopingkontrolle wurde als Verweigerung des Tests gewertet, obwohl das Ergebnis negativ war.

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Zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit

"Dieses Urteil ist unangemessen und übertrieben", klagte Italiens Liga-Präsident Antonio Matarrese. Auch FIGC-Präsident Giancarlo Abete zeigte sich über das CAS-Urteil "erstaunt und verbittert". Manninis jetziger Klub SSC Neapel will das Urteil nicht akzeptieren. "Dies ist eine kolossale Ungerechtigkeit", sagte Neapels Geschäftsführer Pierpaolo Marino und drängte gemeinsam mit den Klub-Verantwortlichen von Brescia Calcio sogar auf einen totalen Streik an diesem Wochenende.

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