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FC Chelsea: Felipe Scolari tritt gegen Michael Ballack nach

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England - FC Chelsea  

Scolari tritt gegen Ballack nach

29.06.2009, 09:21 Uhr | t-online.de

Felipe Scolari (re.) hat so seine Probleme mit Michael Ballack. (Foto: imago)Felipe Scolari (re.) hat so seine Probleme mit Michael Ballack. (Foto: imago) Ist Michael Ballack ein Quertreiber? Felipe Scolari, Ex-Coach des Ballack-Klubs FC Chelsea würde diese Frage sicher mit "Ja" beantworten. Laut des 60-jährigen Brasilianers sei der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft zusammen mit Stürmer Didier Drogba und Torwart Petr Cech maßgeblich Schuld an seinem Rauswurf gewesen.

"Ballack, Drobga und Cech haben meine Trainingsmethoden nicht akzeptiert und meine Anweisungen ignoriert", sagte Scolari der brasilianischen Zeitung "O Globo". Die Konsequenz, die der Trainer aus seinen Erfahrungen in London zieht, ist eindeutig: "Ich will nie wieder in England arbeiten."

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Scolari beklagt die Extrawürste der Stars

Des Weiteren beschuldigt der Coach das Trio, seine Autorität zusätzlich mit Alleingängen bei der Behandlung von Verletzungen untergraben zu haben. So sei Ballack wegen chronischer Schmerzen an der Fußsohle auf eigene Faust nach Köln gefahren. Noch dreister habe es Drogba getrieben. "Er erschien mit muskulären Problemen und sagte, er nehme sich jetzt eine zweimonatige Auszeit zur Behandlung....in Cannes!", echauffierte sich Scolari über den Stürmer von der Elfenbeinküste. Und Tschechiens Nationalkeeper Petr Cech beschäftigte gegen den Willen des Trainers einen Privat-Coach. Das widersprach Scolaris Vorstellungen: "Der Torwarttrainer hat alle Torhüter zu trainieren, nicht nur einen."

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Die Macht der Spieler

Insgesamt beklagt der brasilianische Weltmeister-Coach von 2002 den um sich greifenden Verfall der Trainer-Autorität. "Die wahren Entscheidungsträger des heutigen Fußballs sind doch die Spieler. Sie entscheiden alles", sagte Scolari und stellte die Frage: "Wen schmeißen die Teams wohl zuerst raus? Die Stars, die vier bis neun Millionen Euro im Jahr verdienen und Verträge über vier oder fünf Jahre haben - oder den Coach?" Die Antwort lieferte er selbst: "Es sind immer die Trainer, die gefeuert werden. Die Spieler wissen das natürlich. Das war mein Problem bei Chelsea."

Keine acht Monate im Amt

Die Amtszeit Scolaris beim FC Chelsea dauerte nicht einmal acht Monate. Im Juli 2008 wurde der Brasilianer an der Stamford Bridge als Nachfolger von Avram Grant vorgestellt. Nach erfolgreichem Start blieben bei den Blues vermehrt die Erfolge aus und Scolari musste bereits Anfang Februar 2009 seinen Platz räumen. Den größten Erfolg seiner Trainer-Laufbahn feierte Scolari 2002, als er sein Heimatland Brailien zum WM-Titel führte. 2004 erreichte er mit Portugal das EM-Finale, das jedoch gegen Außenseiter Griechenland verloren ging.

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