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Mit Ribéry soll auch noch Alonso kommen

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Real Madrid  

Mit Ribéry soll auch noch Alonso kommen

05.07.2009, 15:03 Uhr | dpa

Liverpools Spanier Xabi Alonso im Champions-League-Einsatz gegen den FC Chelsea London. (Foto: imago)Liverpools Spanier Xabi Alonso im Champions-League-Einsatz gegen den FC Chelsea London. (Foto: imago) Gut 220 Millionen Euro hat Real Madrids Vereinsboss Florentino Pérez in nur vier Wochen für neue Kicker ausgegeben - der Wahnsinn aber hat noch kein Ende gefunden. Nach der Verpflichtung von Kaká, Raúl Albiol, Cristiano Ronaldo und Karim Benzema kündigte der milliardenschwere Bauunternehmer an, zwei weitere Stars zu holen. "Das dürfte dann reichen", fügte der 62-Jährige hinzu. Ganz oben auf der Wunschliste des spanischen Rekordmeisters steht - neben Bayerns Franck Ribéry - Europameister Xabi Alonso.

Der 27-Jährige spielt seit 2004 für den FC Liverpool in England. Rund 80 Millionen Euro will Real angeblich noch lockermachen.

Cristiano Ronaldo "Bin mein Geld wert"
Bayern München "Problem" Ribéry vor der Lösung

Ronaldo eine Zukunftsinvestition - vor allem auch neben dem Platz

Dass es mit zwei weiteren Profis reichen werde, meint Pérez nicht nur sportlich. Natürlich wollen die "Königlichen" nach der titellosen Saison wieder in Spanien und in Europa den Fußball-Thron erobern. Doch es geht auch um viel Geld. Pérez verhehlt dies keineswegs. "Die Verpflichtung eines Cracks wie Ronaldo ist eine rentable Investition, denn die großen Spieler garantieren auch die größten Einnahmen." Dass es unanständig sein soll, in Zeiten der Wirtschaftskrise so mit Geld um sich zu werfen, kann er deshalb nicht nachvollziehen.

Werbewirkung

Real Madrid macht bei einem Jahresumsatz von rund 365 Millionen Euro einen Gewinn von 40 Millionen. Doch der umsatzstärkste Klub der Welt sitzt auch auf einem Schuldenberg von geschätzten 200 Millionen Euro. Weltstars wie der Brasilianer Kaká und der Portugiese Ronaldo sollen deshalb nicht nur auf dem Rasen erfolgreich sein, sondern auch frisches Geld in die Kassen spülen. Schließlich sind sie nicht nur Fußballer, sondern auch medienwirksame Werbeträger.

Einnahmen von 500 Millionen Euro pro Jahr sind das königliche Ziel

Pérez will die Einnahmen bis 2013 auf 500 Millionen Euro im Jahr erhöhen. "Man könnte meinen, Real Madrids Marketing-Strategie ziele auf einen Börsengang ab", sagt Wirtschaftsprofessor Josep María Gay de Liébana. Den Wert Reals sieht er bei 1,8 Milliarden Euro. Von der Umwandlung des Klubs in eine Aktiengesellschaft will Pérez aber nichts wissen.

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Eines hat er jedenfalls schon erreicht: Dass der Erzrivale FC Barcelona in der abgelaufenen Saison das Triple aus Meisterschaft, Pokal- und Champions-League-Sieg holte, darüber redet kaum noch jemand. Die Millionen-Einkäufe Reals sind dagegen in aller Munde. Auch die Vorstellung Cristiano Ronaldos soll zu einem Mega-Event werden. Zur Präsentation des 94 Millionen Euro teuren Neuzugangs im Trikot der "Königlichen" werden nicht nur 80.000 Fans im Santiago-Bernabéu-Stadion erwartet, das Ereignis soll auch Millionen von TV-Zuschauern in aller Welt erreichen.

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Die Besten sind eben auch am teuersten

Ronaldo selbst liegt mit Pérez auf einer Linie. "Die großen Fußballer kosten viel Geld, und wer sie haben will, muss eben bezahlen", sagte er ganz unbescheiden der Sportzeitung "Marca". Außerdem werde er allen beweisen, dass er sein Geld wert sei. Das hoffen auch die zuletzt desillusionierten Real-Fans. Schließlich ist er nicht nur der teuerste, sondern mit einem Nettogehalt von 13 Millionen Euro im Jahr auch der bestbezahlte Fußballer der Welt.

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