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Primera Division: Real Madrid empfängt Cristiano Ronaldo

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Primera Division - Real Madrid  

Madrid hofiert Superstar Ronaldo

06.07.2009, 20:09 Uhr | dpa

Christiane Ronaldo ist angekommen. (Foto: imago)Christiane Ronaldo ist angekommen. (Foto: imago) Empfangen wie ein Staatsgast, hofiert wie ein Popstar: Als Cristiano Ronaldo mit einem Privatjet in der spanischen Hauptstadt eintraf, warteten schon zahlreiche Offizielle seines neuen Klubs Real Madrid samt mehreren Leibwächtern und vier Luxuskarossen auf den teuersten Fußballer der Welt. Um einen Massen-Ansturm der Fans zu vermeiden, landete der 24-Jährige nicht etwa auf dem Flughafen Barajas, sondern auf dem Militärstützpunkt Torrejón de Ardoz - wie sonst König Juan Carlos. Mit an Bord waren Ronaldos Mutter Maria Dolores, seine drei Geschwister, sein Manager und sein Koch.

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Vertrag läuft sechs Jahre

Nach dem überstandenen Medizin-Check unterschrieb der Portugiese am Abend seinen Vertrag, der ihm in den kommenden sechs Jahren etwa 13 Millionen Euro netto pro Saison einbringen soll. Rund 80.000 Fans jubelten dem 24-Jährigen zu, als er am Abend erstmals den Rasen der Arena betrat. "Ich bin sehr glücklich, hier zu sein. Für mich ist ein Kindheitstraum wahr geworden", sagte der Portugiese, der anschließend einige Balltricks vorführte und einem kleinen Jungen einen signierten Ball schenkte. Später drehte er eine Stadionrunde und küsste das Wappen seines neuen Klubs.

Stolzer Präsident

"Mit Cristiano Ronaldo ist einer jener auserwählten Fußballer zu Real Madrid gekommen, der die Fans in aller Welt zu begeistern vermag", sagte Vereinsboss Florentino Pérez. Ronaldo bekommt bei seinem neuen Klub das Trikot mit der "9", das zuvor bereits Idole wie Reals derzeitiger Ehrenpräsident Alfredo di Stéfano getragen haben. Dieser war bei der Vorstellung ebenso anwesend wie der legendäre portugiesische Fußballer Eusebio. Nach Medienberichten war es die bislang größte Präsentation eines Fußballers in der Geschichte. Sie habe sogar die Jubelfeier übertroffen, mit der rund 75.000 Fans den Argentinier Diego Armando Maradona 1984 beim SSC Neapel begrüßt hatten.

Fans sprechen von neuer Ära

"Ich will von Anfang an dabei sein, denn jetzt beginnt eine neue Ära", sagte ein eingefleischter Real-Fan, der sieben Stunden vor den Toren der Arena ausharrte, um einen der besten Plätze zu ergattern.

Bestbezahlte Kicker der Welt

Dass er eines Tages derart gefeiert werden würde, davon konnte Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro nur träumen. Als er als junges Talent von seinem Klub CD Nacional auf der Insel Madeira zu Sporting Lissabon wechselte, betrug die Ablöse umgerechnet 25.000 Euro. Er war damals zwölf und bekam in der Fußballschule des Traditionsklubs 50 Euro im Monat. Immerhin 250 Euro monatlich brachte ihm sein erster Vertrag ein. Heute ist Ronaldo, den sie damals wegen seines schnellen Antritts "Bienchen" nannten, dank seines neuen Arbeitgebers nicht nur teuerster, sondern auch bestbezahlter Kicker der Welt. An Manchester United zahlen die Königlichen 94 Millionen Euro.

Trikots gehen weg wie warme Semmel

Real macht mit seinem neuen Idol bereits bares Geld: Von dem Trikot mit der Nummer 9 und dem Namenszug des Portugiesen wurden bereits mehr als 5000 Stück verkauft, wie der spanische Rundfunk am Dienstag berichtete. Jedes der Shirts kostet 80 Euro. Der 24-Jährige hatte sich eigentlich wie bei seinem vorigen Verein Manchester United die 7 als Rückennummer gewünscht, diese gehört jedoch Kapitän Raúl. Die 9 hatte bei Real Madrid unter anderem Fußballlegende Alfredo di Stéfano getragen.

Der Vater trank sich zu Tode

Ronaldo wird nicht selten als arrogant kritisiert. "Ich bin mein Geld wert", sagte er kürzlich. Einiges lässt sich mit seinen Ursprüngen erklären. Ronaldo stammt aus armen Verhältnissen. Geboren wurde er in Santo António nahe Madeiras Hauptstadt Funchal als Jüngster von vier Kindern. Seine Mutter Maria Dolores arbeitete als Putzfrau. Vater José Dinis war Gärtner und Platzwart von Ronaldos erstem Klub CF Andorinha. Er trank sich zu Tode und wurde nur 52 Jahre alt. Ihm hat er seinen Namen zu verdanken: Der damalige US- Präsident Ronald Reagan war sein Lieblings-Politiker.

Neue Rückennummer

Den geliebten Vater konnte Ronaldo nicht vor dem Alkohol retten, wohl aber seinen älteren Bruder Hugo vor den Drogen: Der Torjäger bezahlte ihm diverse Entziehungskuren, wie es in der Presse heißt. Kein Wunder, dass Ronaldo als Gesundheitsfanatiker gilt und seinen Körper trimmt. 3500 Sit-ups macht er angeblich täglich, um seinen Waschbrettbauch in Form zu halten.

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