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Argentinien: Ligastart wird verlegt

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Argentinien  

Ligastart in Argentinien wird verlegt

05.08.2009, 13:30 Uhr | dpa, sid

Julio Grondona steht im Kreuzfeuer der Kritik. (Foto: imago)Julio Grondona steht im Kreuzfeuer der Kritik. (Foto: imago) Kurz vor dem Saisonstart der ersten Liga gehen die Fans in Argentinien auf die Barrikaden. Wegen der hohen Verbindlichkeiten zahlreicher Erstligisten hat der argentinische Fußball-Verband (AFA) die Verlegung des für den 14. August geplanten Ligaauftakts beschlossen.

"Das Exekutivkomitee hat in dieser Nacht einstimmig und per Akklamation beschlossen, dass die Wettbewerbe aller Kategorien nicht an den vorgesehenen Terminen beginnen", teilte AFA-Präsident Julio Grondona mit. Daraufhin stürmten aufgebrachte Anhänger die AFA-Zentrale in Buenos Aires, schlugen Fensterscheiben ein und forderten den Rücktritt von Grondona.

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130 Millionen Euro Schulden

Die Vereine stehen allein bei ihren Spielern nach Angaben der Spielervereinigung FAA mit 40 Millionen Pesos (umgerechnet etwa 7,2 Millionen Euro) in der Kreide. Doch ist dies nur ein kleiner Teil der Gesamtschulden. Argentinische Medien rechneten die Außenstände beim Fiskus und dem Fußball-Verband hinzu und kamen auf die stolze Summe von schätzungsweise 720 Millionen Pesos (rund 130 Millionen Euro).

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Präsident fordert mehr Fernsehgeld

Der AFA geht es in der Fußball-Finanzkrise um grundsätzliche und nicht provisorische Lösungen. "Es gibt nur eine Lösung für das Problem. Wir brauchen mehr Fernsehgelder", sagte Grondona, der von den frustrierten Fans wegen der Finanzkrise der Klubs als "Dieb" bezeichnet wurde. Der AFA-Präsident verhandelt deshalb derzeit mit Regierungsvertretern, Steuerbehörden und vor allem TV-Sendern über die Preise für die Übertragungsrechte. Eine Verlängerung der Verträge bis 2020 soll erzielt werden. Zwar gibt es bei den Sendern offenbar den Willen, Verträge nachzubessern, aber dies reicht aus Sicht des Verbandes noch nicht aus. Derzeit zahlen die TV-Sender der Liga rund 40 Millionen Euro pro Saison, durch die Vertragsverlängerung sollen den Klubs dann knapp 120 Millionen Euro pro Spielzeit zukommen.

Derzeit bleibt nur die Nationalmannschaft

Ohne Lösung wird der Hinrunden-Start der Apertura also auf sich warten lassen und der Ball zumindest offiziell in Argentinien nicht rollen. Ganz ohne Fußball bleibt das Land allerdings nicht: Die Nationalelf reist kommende Woche nach Moskau. Das Freundschaftsspiel am 12. August gegen Russland ist von der Krise nicht betroffen.

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