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Transfermarkt: Auch ManU droht ein Transferverbot der FIFA

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England - Manchester United  

Die FIFA ermittelt gegen Englands Meister

04.09.2009, 13:14 Uhr | sid

Frankreichs Star-Junior Paul Pogba (li., mit U-16-Nationalmannschaftskollege Marco Rosenfelder) wird wegen seines Wechsels aus Le Havre nach Manchester zum Ermittlungsobjekt der FIFA. (Foto: imago)Frankreichs Star-Junior Paul Pogba (li., mit U-16-Nationalmannschaftskollege Marco Rosenfelder) wird wegen seines Wechsels aus Le Havre nach Manchester zum Ermittlungsobjekt der FIFA. (Foto: imago) Nach Chelsea London droht auch Manchester United ein Transferverbot seitens der FIFA: "Sie haben uns Pogba gestohlen", klagte Alain Belsoeur, Manager des AC Le Havre, gegenüber der englischen Tageszeitung "The Times" den englischen Meister an. Der französische Zweitligist stößt sich an den Umständen des Transfers Paul Pogbas. Pogba ist gerade 16 Jahre alt und träumt von der großen Karriere auf der unvergleichlichen englischen Fußballbühne.

Le Havre aber pocht darauf, Pogba unter Vertrag zu haben und hat die FIFA damit beauftragt, den Transfer des Junioren-Nationalspielers nach Manchester zu untersuchen.

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Chelsea für den "Fall Kakuta" bestraft

Gestern hatte die FIFA gegen Chelsea ein Transferverbot für ein Jahr und eine Geldstrafe in Höhe von rund 900.000 Euro verhängt, weil der Klub des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack den - ebenfalls französischen - Spieler Gael Kakuta bei seinem Wechsel vom RC Lens nach England 2007 zum Vertragsbruch angehalten haben soll. Der Londoner Verein darf demnach in den kommenden Winter- und Sommer-Transferzeiten keine neuen Profis verpflichten. Sollte dieses Urteil Bestand haben, dürfte Ballack beste Chancen haben, dass sein Vertrag bis 2011 verlängert wird.

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Ballack: "Das ist ein Hammer"

Trotzdem zeigte sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft am Tag vor dem Freundschaftsspiel gegen Südafrika in Leverkusen (morgen ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) wenig begeistert von dem Urteil der FIFA: "Das ist ein Hammer für unseren Verein und eine sehr, sehr drastische Strafe. Mal sehen, inwieweit sie aber final Bestand haben wird. Das ist keine schöne Situation für den Verein, aber wir haben trotzdem eine starke Mannschaft."

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FIFA wird Willkür unterstellt

Chelsea hat bereits angekündigt, diese angeblich "willkürliche Entscheidung" der FIFA anfechten zu wollen, da die Sanktionen in "keinem Verhältnis zu dem angeblichen Vergehen und den Geldstrafen" stünden. Nun muss wohl der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne endgültig für Klarheit sorgen.

"Anti-englischer Rachefeldzug"?

Im Fall Pogba droht Manchester United nun eine ähnliche Strafe. Die britische "Times" witterte daher schon einen "anti-englischen Rachefeldzug". Nach Aussage Le Havres habe Pogba beim dreimaligen Meister unter Vertrag gestanden, ehe United dem Spieler "Anreize" für einen Wechsel geliefert habe. Belsoeur will dafür auch Beweise haben. "Das ist eine sehr ernsthafte Sache. Wir sind zuversichtlich, dass wir gewinnen, weil es nicht nur das Beste für unseren Klub wäre, sondern auch für unseren Sport", kündigte Belsoeur in der "Times" an.

ManU will sich an alle Richtlinien gehalten haben

Laut Belsoeurs habe Manchester dem Jugendlichen nach seinem 17. Geburtstag einen Profivertrag mit einem Monatsgehalt von umgerechnet 16.000 Euro angeboten. Erst ab diesem Alter dürfen in England Spieler den Profistatus erhalten. Zusätzlich teilte der Klub offiziell mit, dass Manchester den Eltern des Spielers für einen Wechsel ihres Sohnes eine hohe Geldsumme geboten habe. Der englische Meister dementierte die Vorwürfe aus Frankreich umgehend. "Das ist kompletter Unsinn. Alles ist gemäß der Richtlinien der UEFA abgelaufen", sagte ein Sprecher des Vereins.

Pogba fehlt noch die Lizenz der FIFA

Dennoch scheinen die Vorwürfe nicht völlig aus der Luft gegriffen. Bis jetzt hat die FIFA Pogba noch keine Lizenz erteilt. So scheint es ziemlich sicher, dass die Angelegenheit vom Weltverband offiziell aufgegriffen wird.

Le Havre klagte bereits erfolgreich gegen Newcastle

Bereits vor einigen Jahren war Le Havre wegen des Wechsels von Charles N'Zogbia zu Newcastle United vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen und hatte nach einem drei Jahre dauernden Rechtsstreit eine Abfindung von insgesamt 730.000 Euro zugesprochen bekommen. Der heute 23-jährige N"Zogbia spielte fünf Jahre in Newcastle und wechselte nach dem Abstieg Uniteds aus der Premier League mit Saisonbeginn 2009/10 zu Wigan Athletic.

Nur die Aufdeckung des Vorgangs ist neu

Die jetzt ans Licht gekommenen Fälle scheinen nur die Spitze des Eisbergs zu sein, zu dem auch N'Zogbias Fall gehört. Der ehemalige Chelsea-Spieler Pat Nevine sagte der BBC, dass diese Vorgänge eher die Regel als die Ausnahme seien: "Das geht schon immer so. Wenn es raffiniert gemacht wird, kommen die Klubs normalerweise damit durch. Nun hat Chelsea anscheinend einen Fehler gemacht und muss dafür den Preis bezahlen."

Zwei Jahre ohne Neuen auskommen

Bayern Münchens Neuzugang Arjen Robben, der von 2004 bis 2007 bei Chelsea spielte, antwortete im Fernsehsender "Sky" auf die Frage, ob sein Ex-Klub dadurch Probleme in nationalen und internationalen Wettbewerben bekommen werde: "Ja. Wir sprechen von einem Zeitraum von zwei Jahren, in denen sie keine neuen Spieler holen dürfen. Dennoch haben sie im Moment einen starken Kader."

Einspruch wird keinen Erfolg haben

Zwar hat Chelsea gegen die Strafe der FIFA Einspruch eingelegt, doch gehen Anwälte von der Rechtmäßigkeit der Verurteilung aus. "Das ist zwar eine gewaltige Strafe, aber die Sanktion ist innerhalb der Regularien", sagte der Londoner Anwalt Oliver Hunt der BBC: "Wenn ich ein Vereinsanwalt wäre, würde ich jetzt peinlich genau darauf achten, dass kein Vertrag gebrochen wird."

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Auch sein Kollege Dan Harrington, einer der führenden Sportrechtsanwälte des Landes, sieht in dem Urteil der FIFA vor allem einen Warnschuss an die großen Klubs und erinnerte daran, dass Chelsea bereits wegen des Abwerbens von Ashley Cole vom Ligakonkurrenten FC Arsenal 2005 von der Premier League mit einer Geldstrafe von knapp 350.000 Euro belegt wurde. "Das hat möglicherweise einen Einfluss auf das Strafmaß gehabt", sagte Harrington: "Das war eine verhältnismäßig kleine Summe, nun hat es eine Strafe gegeben, die einen großen Verein wirklich trifft."

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