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Real Madrid: Cristiano Ronaldo kann nicht für Portugal spielen

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Fußball  

Seifenoper um Ronaldo beendet

11.11.2009, 11:18 Uhr | dpa

Christiano Ronaldo kann derzeit wegen seiner Verletzung weder für Real, noch für Portugal auflaufen. (Foto: imago)Christiano Ronaldo kann derzeit wegen seiner Verletzung weder für Real, noch für Portugal auflaufen. (Foto: imago) Portugal muss die letzte Hürde auf dem Weg zur WM 2010 in Südafrika ohne seine stärkste Waffe nehmen. "Cristiano Ronaldo ist körperlich nicht in der Lage (...) an den Spielen (gegen Bosnien am 14. und 18. November) teilzunehmen", teilte der Fußball-Nationalverband FPF in Lissabon nüchtern mit. Das wusste man beim Klub des Fußball-Megastars, Real Madrid, längst.

Obwohl Bescheinigungen der Madrider Ärzte vorlagen, pochte der FPF darauf, dass der Weltfußballer mitten in der Rehabilitationsphase die Knöchelverletzung vor portugiesischen Ärzten nachweist.

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Schadensersatzklage in der Schublade

Medien in Portugal sprachen von "Krieg" zwischen den iberischen Nachbarn. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hatte Real schon eine Schadensersatzklage in der Schublade, falls der 24-Jährige erneut für Portugal zum Einsatz gekommen wäre und sich dadurch seine Blessur verschlimmert hätte. Der FPF hatte seinen Flügelstürmer für die WM-Playoffs gegen Bosnien unter lautstarkem Protest von Real Madrid nominiert.

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Es geht um deine Karriere

"Es geht nicht um Egos oder Launen, sondern um Normen und Rechte", hatte Portugals Trainer Carlos Queiroz beteuert. Aber spanische Medien äußerten die Mutmaßung, der 56-jährige Coach wolle den "Königlichen" eins auswischen, weil Real ihn 2004 nach nur zehn Monaten gefeuert hatte. Und so musste Ronaldo schnell in die Heimat und sich dort einer Untersuchung unterziehen. Wortlos landete der Sonnyboy und wortlos bestieg er am Dienstagabend wieder den Flieger Richtung Madrid. Dort hatten die Ärzte ihm zuvor bereits gesagt. "Es geht hier nicht um einen Monat Verletzungspause mehr oder weniger. Es geht um deine Karriere."

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Nach Ungarn-Spiel Blessur verschlimmert

Die Verletzung im rechten Sprunggelenk hatte sich Ronaldo am 30. September im Champions-League-Spiel von Real gegen Olympique Marseille (3:0) zugezogen. Am 10. Oktober spielte er mit Portugal gegen Ungarn (3:0) in der WM-Qualifikation und musste wegen brutaler Schmerzen ausgewechselt werden. Ronaldo leidet unter einer Art Überbein im rechten Innenknöchel. Seit vergangener Woche ist er beim niederländischen Spezialisten Cornelius van Dijk in Behandlung.

"Haben wir nur diesen einen Stürmer?"

Ronaldo hat nun selbst in seinem Heimatland bewiesen, dass er wirklich verletzt ist. Sein Leiden hört aber nicht auf. Gemeint ist nicht nur das körperliche: In Portugal ist man immer weniger gut auf ihn zu sprechen. "Haben wir nur diesen einen Spieler? Wir brauchen nur diejenigen, die das Trikot wirklich gern tragen", schrieb ein Fan in einem Onlinekommentar des Massenblattes "Correio da Manha". Die Zeitung hatte den Spieler an den Pranger gestellt: "Ronaldo will nicht nach Portugal kommen".

Letztes Tor vor einem Jahr

Viele Portugiesen werfen Ronaldo inzwischen nicht nur Arroganz vor, sondern auch mangelhaften Einsatz im Trikot des WM-Vierten von 2006. Eine Zeitung schrieb, Ronaldo mache sich mehr Sorgen um seine Frisur als um Portugal. Der Ex-Spieler von Manchester United traf in der WM-Qualifikation nicht ein einziges Mal. Das letzte Tor Ronaldos in einem Pflichtländerspiel liegt über ein Jahr zurück (Euro 2008 gegen Tschechien). Die Worte von Nationalmannschaftskamerad Hugo Almeida von Werder Bremen kann man denn auch so oder so deuten. "Wir hatten schon andere Spiele ohne Ronaldo und haben gewonnen", sagte er. Das bedeute aber nicht, dass man Ronaldo nicht benötige.

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