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Wettskandal: Schiebung und Manipulation auch in Spanien

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Spanien  

"El Pais": 20 Spieler unter Verdacht

02.12.2009, 13:31 Uhr | dpa

Das Estadio de Gran Canaria: Spielstätte des UD Las Palmas. (Foto: imago)Das Estadio de Gran Canaria: Spielstätte des UD Las Palmas. (Foto: imago) Nun hat auch Spanien seinen Skandal um illegale Fußballwetten und manipulierte Spiele. Der spanische Fußballverband (RFEF) leitete Ermittlungen gegen mehrere Profis ein. Der Verdacht richtet sich gegen wenigstens sieben Fußballer verschiedener Vereine in der zweiten, dritten und vierten Liga.

Die Zeitung "El País" berichtete unter Berufung auf Verbandskreise, in den Skandal seien möglicherweise bis zu 20 Spieler verwickelt, darunter auch Profis aus der Primera División. Dafür gab es aber keine Bestätigung.

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Torloses Remis nutzte Las Palmas und Rayo

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Zweitligapartie UD Las Palmas gegen Rayo Vallecano (0:0) im Juni 2008. Das Spiel hatte schon damals bei den Zuschauern und in der Presse den Verdacht aufgebracht, dass der Ausgang manipuliert worden sein könnte. Das torlose Remis nutzte beiden Teams. Las Palmas sicherte sich mit dem Punkt den Klassenerhalt, für Rayo ging es um nichts mehr, aber sein Torwart David Cobeño konnte so die Auszeichnung für den Keeper mit den wenigsten Gegentoren der Liga gewinnen.

Nur zwei Torschüsse im ganzen Spiel

Die Spieler verhielten sich so passiv, dass es in der ganzen Partie nur zwei Schüsse aufs Tor gab. Rayos Trainer Pepe Mel fragte seine Schützlinge in der Pause, ob sie mit dem Gegner einen Stillhaltepakt getroffen hätten, was diese aber verneinten. Bei den Verdächtigungen blieb es dann. Die Vermutungen konnten nicht bestätigt werden, und die Sache verlief im Sande.

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Auffallend hohe Summen auf Remis gesetzt

Als in Deutschland und anderen Ländern Wettskandale aufflogen, glaubten die Spanier, ihr Fußball sei davon nicht betroffen. Aber die Europäische Fußball-Union (UEFA) schlug auch in Spanien Alarm und forderte den Verband auf, Ermittlungen einzuleiten. Bei der Zweitligapartie Las Palmas gegen Rayo war neben der auffallenden Passivität der Spieler nämlich ein neues Verdachtsmoment hinzugekommen: In Wettbüros waren auffallend hohe Summen auf ein 0:0 gesetzt worden.

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Ermittlungen nur gegen Klubs - nicht die Spieler

Las Palmas bestätigte nun auf seiner Internetseite, dass der RFEF gegen den Zweitligisten auf Gran Canaria und gegen Rayo ermittelt. Die Ermittlungen richten sich eigenartigerweise nur gegen die Vereine, aber nicht gegen deren Spieler. Die sieben Profis, die im Verdacht stehen, gehören bis auf eine Ausnahme anderen Klubs an. Bei der Ausnahme handelt es sich um einen Rayo-Spieler, der in der angeblich manipulierten Partie nicht zum Einsatz gekommen war.

Wettmanipulation kriminelles Vergehen in Spanien

Die spanische Regierung hatte erst im November Bestechung und Betrug bei Sportwettbewerben als kriminelle Vergehen eingestuft und als Straftatbestand in das Strafgesetzbuch aufgenommen. Der Staatssekretär für Sport, Jaime Lissavetzky, sagte damals: "Dies ist eine klare Botschaft der Regierung an all jene, die die Versuchung verspüren, den Ausgang sportlicher Wettbewerbe zu manipulieren."

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