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Weltfußballer des Jahres: Messi steht bei den Brasilianern im Abseits

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Wahl zum Weltfussballer 2009  

Messi steht bei den Brasilianern im Abseits

23.12.2009, 10:04 Uhr | t-online.de

Unter Nachbarn: Lionel Messi (Mitte) wurde Weltfußballer auch ohne eine Stimme aus Brasilien. (Foto: imago)Unter Nachbarn: Lionel Messi (Mitte) wurde Weltfußballer auch ohne eine Stimme aus Brasilien. (Foto: imago) Die Brasilianer ignorieren die Argentinier. Die Argentinier haben nichts für die Brasilianer übrig. Das Wahlverhalten von Nationaltrainern und Kapitänen bei der Abstimmung zum "Weltfußballer des Jahres" erinnert durchaus an die jüngsten Entscheidungen beim Schlager-Grand-Prix. Auch bei den Fußballern scheint es teils um persönliche Befindlichkeiten oder Abneigungen zu gehen, wie das Ergebnis zeigt.

Sicher, mit Lionel Messi (721 Punkte vor dem zweitplatzierten Cristiano Ronaldo) ist die Wahl auf den richtigen Spieler gefallen. Doch der argentinische Star des FC Barcelona hätte noch mehr Punkte einheimsen können, hätte sich mancher der stimmberechtigen 242 Trainer und Kapitäne der Nationalteams ausschließlich auf das Argument "Klasse" konzentriert.

Lionel Messi Wahl fällt auf den Argentinier

Nachbarland ist Erzrivale

So ließen Brasiliens Coach Dunga und sein Spielführer Lucio den Ausnahmekönner aus dem Nachbarland im Abseits stehen. Denn Argentinien ist nicht nur Nachbarland, sondern auch Erzrivale des sechsmaligen Weltmeisters. Dunga - die Stimmberechtigen dürfen keine Spieler aus dem eigenen Nationalteam wählen - entschied sich für Fernando Torres als erste Wahl. Dann setzte er auf Frank Lampard und Didier Drogba. Alle drei sind Spitzenklasse. Aber eben keine Argentinier. Lucio, Kapitän der Selecao, sah Drogba vorne. Ihm ließ er seinen Inter-Teamkameraden Samuel Eto'o und Zlatan Ibrahimovic folgen, der bis zum Sommer ebenfalls in Mailand am Ball war.

Es steht Unentschieden

Doch was die Brasilianer können, können die Argentinier schon längst. Diego Maradona wählte Drogba, Wayne Rooney und Ibrahimovic. Sein Kapitän Javier Mascherano stimmte für Michael Essien, Steven Gerrard und Thierry Henry. Brasilianer sind nicht dabei. Damit steht es Unentschieden.

Europäer denken in Vereinsfarben

Aber nicht nur die Südamerikaner treiben ihr munteres Spielchen bei der Wahl des Weltverbandes FIFA. Auch die Europäer mischen kräftig mit. Und die denken vor allem in Vereinsfarben. Michael Ballack etwa lag mit Frontmann Messi in seiner persönlichen Hitliste sicherlich richtig. An zwei und drei nannte er Frank Lampard und Didier Drogba - Teamkameraden beim FC Chelsea. "Lampard und Drogba spielen jede Woche auf höchstem Niveau und leisten international Hervorragendes", lieferte der DFB-Kapitän immerhin eine Erklärung für seine durch die Vereinsbrille beeinflusste Wahl ab. Andere blieben dies schuldig. Auch wenn sie ähnlich entschieden. Wie Spaniens Iker Casillas, der seine Real-Mitspielern Cristiano Ronaldo und Kaka vorne hatte. Immerhin folgte Messi als Dritter, obwohl dieser ja beim Madrider Dauer-Konkurrenten Barca kickt.

Keine Chance für Franzosen

Bunt gemischt endete auch die Aufstellung "ausländischer" Nationaltrainer. Der Italiener Fabio Capello, der die Engländer coacht, wählte Messi, Torres und Landsmann Gianluigi Buffon. Irlands Co-Trainer Marco Tardelli, der Giovanni Trapattoni bei der Abstimmung vertrat, hatte den Torwart sogar auf Platz eins. Forza Italia, wenn die Iren schon nicht bei der WM 2010 dabei sind. Franzosen hatten bei ihm keine Chance. Wer wird es ihm verübeln.

Berti und Dick stimmen für Ballack

Aber auch Berti Vogts spielte die nationale Karte: Aserbaidschans Coach reihte Michael Ballack hinter Torres und vor John Terry auf Platz zwei ein. "Mir imponiert, wie sich Torres in England behauptet. Ballack ist mit Abstand Deutschlands einziger Weltklasse-Spieler", honorierte er die Leistungen seiner Favoriten. Belgiens Dick Advocaat hatte Ballack übrigens als einziger überhaupt an der Spitze - vor Drogba und Messi. Bundestrainer Joachim Löws Votum fiel ebenfalls international und paritätisch verteilt aus: ein Spanier (Xavi) vor einem Argentinier (Messi) und einem Brasilianer (Kaka).

Seriöser als die Sänger

Es geht bei der Wahl der Fußballer also doch ein bisschen seriöser zu. Kicken können die zur Wahl stehenden Spieler auch alle. Und dies verdammt gut. Anders als bei den Sängern. Nicht jeder Teilnehmer beim Grand Prix kann tatsächlich singen.

Wer hat wie gewählt?

Land

Name

1. Platz

2. Platz

3. Platz

Kamerun

Samuel Eto'o (Kapitän)

Lionel Messi

Andres Iniesta

Xavi

Elfenbeinküste

Didier Drogba (Kapitän)

Samuel Eto'o

Lionel Messi

Fernando Torres

Tschechien

Petr Cech (Kapitän)

Xavi

Lionel Messi

Cristiano Ronaldo

England

John Terry (Kapitän)

Didier Drogba

Michael Ballack

Andres Iniesta

Frankreich

Thierry Henry (Kapitän)

Lionel Messi

Samuel Eto'o

Xavi

Italien

Fabio Cannavaro (Kapitän)

Lionel Messi

Cristiano Ronaldo

Andres Iniesta

Portugal

Sabrosa Simao (Kapitän)

Lionel Messi

Kaka

Andres Iniesta

Schweden

Zlatan Ibrahimovic (Kapitän)

Lionel Messi

Xavi

Andres Iniesta

Schweiz

Alexander Frei (Kapitän)

Xavi

Lionel Messi

Andres Iniesta

Dänemark

Morten Olson (Trainer)

Lionel Messi

Xavi

Andres Iniesta

Frankreich

Raymond Domenech (Trainer)

Didier Drogba

Gianluigi Buffon

Wayne Rooney

Italien

Marcelo Lippi (Trainer)

Lionel Messi

Xavi

Andres Iniesta

Niederlande

Bert van Marwijk (Trainer)

Lionel Messi

Xavi

Steven Gerard

Schweiz

Ottmar Hitzfeld (Trainer)

Lionel Messi

Cristiano Ronaldo

Xavi

Spanien

Vincente del Bosque (Trainer)

Lionel Messi

Cristiano Ronaldo

Didier Drogba

Südafrika

Carlos Parreira (Trainer)

Kaka

Lionel Messi

Cristiano Ronaldo

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