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China: Nationalspieler zahlen für Länderspiel-Einsätze

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China  

20.000 Euro für einen Länderspiel-Einsatz

27.01.2010, 13:39 Uhr | dpa

Rund 20.000 Euro sollen für einen Länderspiel-Einsatz für China fällig sein. (Foto: imago)Rund 20.000 Euro sollen für einen Länderspiel-Einsatz für China fällig sein. (Foto: imago) Chinesische Fußballer sollen für ihre Teilnahme an Länderspielen oder selbst für einen Platz im Trainingslager der Nationalmannschaft gezahlt haben. Es sei "ein offenes Geheimnis", dass manche Spieler für solche Chancen tief in die Tasche greifen müssten, um Verantwortliche zu schmieren, schrieb die Zeitung "Renmin Ribao" (Volkszeitung).

Wie auch andere Medien berichtete das Parteiorgan, dass für ein großes Spiel im Nationalkader schon mal 200.000 Yuan, umgerechnet 20.000 Euro, fällig sein können. Wer bestochen werden muss, wurde nicht berichtet.

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10.000 Euro für ein Trainingscamp

Für eine Teilnahme allein an einem Trainingscamp des Nationalteams seien 100.000 Yuan, etwa 10.000 Euro, gezahlt worden, hieß es. Kaum billiger erscheint das Trainingslager der Jugendmannschaft, wo 80.000 Yuan geblecht worden sein sollen. Die Bestechung lohne sich, weil die Spieler aus ihrem Einsatz mit Werbeverträgen Kapital schlagen oder im Lande leichter gut bezahlte Jobs bekommen könnten. Jetzt sei klar, warum so viele "schwarze Pferde", wie enttäuschende Spieler auch genannt werden, ins Rennen geschickt würden, meinten Kommentatoren.

Nummer 97 in der Welt

International spielt die chinesische Mannschaft keine Rolle und rangiert auf Platz 97 in der Welt. Auch für die Weltmeisterschaft in Südafrika haben sich die Chinesen nicht qualifiziert.

Korruptionsskandale und dubiose Entscheidungen

Die Enthüllungen sind ein neuer Schlag für den chinesischen Fußball, der von Korruptionsskandalen geplagt ist. Erst vergangene Woche wurde bekannt, dass der Vorsitzende der Fußballvereinigung und zwei andere führende Funktionäre im Rahmen der Ermittlungen um Spielabsprachen verhört worden sind. In den vergangenen zwei Monaten waren rund 20 Offizielle und Spieler festgenommen worden. Vorwürfe über Korruption sowie dubiose Entscheidungen von Schiedsrichtern haben die eigentlich fußballbegeisterten Chinesen schon seit Jahren aus den Stadien vertrieben.

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