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Messi und Rooney sind die besten Spieler der Welt

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Weltklasse - Die Kolumne  

Für Messi und Rooney gehen die Adjektive aus

25.03.2010, 10:00 Uhr | t-online.de, t-online.de

Messi und Rooney sind die besten Spieler der Welt. Barcas Lionel Messi und Manus Wayne Rooney sind die Attraktionen im europäischen Spitzenfußball. (Foto: imago)

Barcas Lionel Messi und Manus Wayne Rooney sind die Attraktionen im europäischen Spitzenfußball. (Foto: imago)

Von Jonny Giovanni

Der FC Barcelona hat gespielt am Mittwochabend, 2:0 gegen Osasuna. Und, Sensation, keines der beiden Tore schoss Lionel Messi. Nach sagenhaften zehn Toren in den letzten vier Spielen blieb er ausnahmsweise ohne Treffer – was angesichts seiner derzeitigen Form solch eine Nachricht war, dass damit jeder Spielbericht betitelt wurde.

Selbst für die hohen Standards eines amtierenden Weltfußballers erlebt der Argentinier momentan eine atemberaubend starke Phase. "Er wächst in Riesenschritten", sagt Diego Armando Maradona, während sie in Spanien nur noch diskutieren, ob dieser Messi eines Tages größer sein wird als sein Nationaltrainer – oder ob er es nicht schon jetzt ist. "Messi ist der beste Spieler der Geschichte", sagte Barcelonas Präsident Laporta am Sonntag nach drei Messi-Toren in Saragossa – und obwohl er über einen gerade einmal 22-Jährigen sprach, wurde er dafür nicht mal ansatzweise ausgelacht.

Messi - unfassbar, außerirdisch, genial

Denn mit Trainer Josep Guardiola gehen auch allen anderen, die Messi zuletzt regelmäßig verfolgten, "die Adjektive aus." Von unfassbar bis außerirdisch, von genial bis einzigartig, die gewiss nicht unkreative spanische Presse hat so ziemlich alles durch. So mancher Redakteur hat sich wohl gewünscht, dass Messi, wie nun geschehen, mal einen Spieltag Pause machen würde bei seiner gigantischen Show, zum Durchatmen für alle Beteiligten.

Rooney ein Tor vor Messi

Nicht viel weniger einseitig als den Spaniern ergeht es momentan auch den Kollegen in England. Dort heißt der Daueradressat ihrer Oden: Wayne Rooney. Auch er befindet sich in der besten Form seiner Karriere, zwölf Tore erzielte er in den letzten acht Premier-League-Spielen, 26 in der gesamten Saison. Im Rennen um den Goldenen Schuh für den besten Torjäger aus Europas Ligen liegt er damit einen Treffer vor Messi. Es sieht so aus, wie es Franz Beckenbauer, ein sicherer Indikator für jeden Trend, am Mittwoch erklärte: "Messi und Rooney sind die besten Spieler der Welt."

Ronaldo hat sich verwechselt

Voriges Jahr lautete die Frage noch: Messi oder Cristiano Ronaldo. Doch der Portugiese hat sich verwechselt. Er spielt jetzt nicht mehr bei Manchester, sondern bei Real Madrid, der Mannschaft, die über das Achtelfinale der Champions League nicht hinauskommt. Er hat die internationale Bühne geräumt – und dagegen, dass sich Messi und Rooney auf ihr, wie schon im Vorjahr, im Endspiel duellieren werden, spricht wenig. Auch nicht Manchesters Viertelfinalgegner aus München: "Wir Bayern werden Rooney fürchten", sagt Beckenbauer.

"Ohne Messi würde ich in der zweiten Liga trainieren."

Der Engländer trifft nicht so spektakulär wie Messi, eher mit einem wuchtigen Kopfstoß als mit einem Solo über das halbe Feld, so wie auch das Spiel seiner Truppe nicht so spektakulär ist wie jener des FC Barcelona. Der ehemalige Gewerkschafter Alex Ferguson lässt in der Industriestadt Manchester einen direkten, körperbetonten Fußball spielen, der Feingeist Guardiola im mediterranen Barcelona einen heiteren, kunstvollen. Jeweils haben sie in dem bulligen Rooney beziehungsweise dem kindlichen Messi die ideale Verkörperung ihrer Werte, und beide sind viel zu gute Trainer, um nicht zu wissen, wie wichtig ihre Stars sind. Auch wenn Ferguson, der alte Knochen, natürlich nie soviel Selbstironie aufbringen würde wie Guardiola am Sonntag in Saragossa, als er nach Messis fantastischem zweiten Tor einem Fan hinter der Trainerbank zuraunte: "Ohne Messi würde ich in der zweiten Liga trainieren."

Erfolg trotz Finanzkrise

In Wahrheit war Rooneys Leistungsexplosion für Manchester nicht weniger wichtig, als es Messis Traumfußball für die im Vergleich zu ihrer perfekten Vorsaison etwas schlampigeren Katalanen ist. Rooney hatte zuvor nie öfters als 16 Mal in einer Spielzeit getroffen (2005/06), jetzt füllt er die Lücke von Ronaldo, der aufgrund der Finanzkrise bei United nicht adäquat ersetzt werden konnte. Wo das Team – inklusive Rooney – sich früher für Ronaldo aufopferte, tut es das jetzt für Rooney. Der strahlt dadurch im "reifen" Alter von 24 endlich so hell, wie ihm das seit Beginn seiner Karriere prognostiziert wurde.

"Um eine Legende zu sein, muss man erst mal eine WM gewinnen."

Er ist damit der nächste auf der Bühne der großen Offensivstars des Fußballs, neben Messi, Ronaldo, Kaká, Ronaldinho (wenn er noch mal richtig wiederkommt); und dann gibt es ja noch die vielen Spanier, Xavi, Iniesta, Silva, Villa, Torres, die auch nicht so ganz schlecht sind. So viele außerordentliche Spieler zur selben Zeit hat der Fußball selten gehabt. Es scheint schlechterdings unvorstellbar, dass man nach der WM im Sommer wieder so ernüchtert dasteht wie vor vier Jahren und einen Defensivmann wie Fabio Cannavaro zum Weltfußballer wählen muss. Andererseits hängt so etwas eben immer auch davon ab, wer Weltmeister wird. Lionel Messi weiß das. Angesichts der Maradona-Vergleiche dieser Tage sagt er brav: "Um eine Legende zu sein, muss man erst mal eine WM gewinnen."

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