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Thorsten Fink: "Ich will hier Titel sammeln"

02.04.2010, 16:31 Uhr | t-online.de

Interview mit Thorsten Fink: "Ich will hier Titel sammeln". Thorsten Fink hat mit dem FC Basel große Ziele. (Bild: imago)

Thorsten Fink hat mit dem FC Basel große Ziele. (Bild: imago) (Quelle: imago)

Das Interview führte Johann Schicklinski

Als Spieler hat Thorsten Fink mit dem FC Bayern München alles erreicht: Deutscher Meister, Deutscher Pokalsieger, auf internationaler Ebene Triumphe in Champions League und Weltpokal. Als Trainer ist der 42-Jährige gerade dabei, sich ähnliche Meriten zu erwerben. Nach Stationen bei den zweiten Mannschaften von Bayern München und Red Bull Salzburg führte er den FC Ingolstadt in die 2. Bundesliga, musste dort in der Rückrunde der Saison 2008/2009 allerdings vorzeitig seinen Hut nehmen.

Heute ist der frühere Mittelfeldspieler Chef-Coach beim Schweizer Traditionsklub FC Basel 1893 und kämpft in der hiesigen Axpo Super League um den Meistertitel. Nachdem er im ersten Teil des Exklusiv-Interviews mit www.t-online.de über seinen Ex-Klub Bayern München und dessen Chancen in der Champions League gesprochen hat, redet Thorsten Fink nun über seine Arbeit beim FC Basel, die Stärken des Schweizer Fußballs und seine Ziele als Trainer.

FUSSBALL.DE: Ihr Team liefert sich in der Schweizer Meisterschaft einen Zweikampf mit den Young Boys aus Bern. Wie lautet Ihre Zielsetzung vor den entscheidenden Wochen dieser Spielzeit?

Thorsten Fink: Wir sind in Lauerstellung. Der Abstand war schon mal viel größer und wir haben ihn mit einem Kraftakt reduziert. Letztendlich müssen wir darauf hoffen, dass YB noch mal schwächelt. Dann wollen wir natürlich da sein. Wir haben eine Riesenserie hinter uns und unser Ziel lautet, die Saison mit einem Titel zu beenden. Wir stehen ja auch im Halbfinale des Schweizer Pokalwettbewerbs. In der Meisterschaft sollte es am Ende zumindest Rang zwei werden, damit hätten wir dann die Champions-League-Qualifikation erreicht. Alles in allem bin ich mit der bisherigen Bilanz meines ersten Jahres in Basel zufrieden.

Nach acht Spielen betrug der Rückstand Ihres Teams auf den Leader Young Boys 13 Punkte, jetzt ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel. Wie froh sind Sie, dass die Verantwortlichen und das Umfeld in der damaligen Phase ruhig geblieben sind?
Ich bin sehr froh, dass ich letzten Sommer zu einem Verein gekommen bin, in dem alle sehr ruhig und besonnen agieren, auch wenn es einmal schlecht läuft. Man hat es ja auch in der Bundesliga beim FC Bayern München gesehen, dass ein neuer Trainer aus einem anderen Land erst einmal Zeit braucht. Man sieht ja, dass sich die Geduld auszahlt. Es dauert eben seine Zeit, wenn ein neuer Coach auf eine neuformierte Mannschaft trifft.

Sie haben es angesprochen: Die Zielsetzung lautet nun Champions-League-Qualifikation. Ist eine dauerhafte Etablierung des FC Basel in der kontinentalen Königsklasse möglich?

Auf jeden Fall ist es möglich, mit Basel dauerhaft in der Champions League zu spielen, weil die Rahmenbedingungen hier gut sind. Sie zu gewinnen wird sich möglicherweise als schwierig erweisen (lacht), aber wir haben eine gute Mannschaft, die sich nicht verstecken muss.

Wie schätzen Sie die Stärke der Schweizer Liga im Vergleich zu den europäischen Top-Five-Ligen ein?

Das ist schwer zu sagen. Ich habe den Fußball ja nicht erfunden und tue mich deshalb schwer, hier einen Vergleich anzustellen. In der Schweiz wird ein schneller, technisch sauberer Offensivfußball gespielt, es wird im Taktik- und im Nachwuchsbereich sehr gut gearbeitet. Andere Länder wie Deutschland haben vielleicht im Athletikbereich noch einen kleinen Vorteil.

Wie konkurrenzfähig wäre ihre Mannschaft in der deutschen Bundesliga?

Wir haben ja in der Vorbereitung oft Matches gegen Bundesligisten. So haben wir den SC Freiburg geschlagen oder gegen Bayern München geführt, bis wir durchgewechselt haben. In der Europa League sind wir mit Pech ausgeschieden, hatten mit dem AS Rom und dem FC Fulham allerdings auch hochkarätige Konkurrenz. In einer K.-O.-Runde könnten wir an einem guten Tag auch eine deutsche Top-Mannschaft schlagen. Wo wir am Ende einer Bundesliga-Saison landen würden, kann ich nicht sagen.

In ihrem Team spielen ehemalige Bundesliga-Profis wie Antonio da Silva, Alexander Frei oder Marco Streller. Werden sie der angedachten Führungsrolle gerecht?

Ja, das sind alles Leistungsträger und Führungsspieler. Toni da Silva hat die neue Liga am Anfang vielleicht ein bisschen zu leicht genommen, hat aber hart an sich gearbeitet. Marco ist unser bester Torschütze und Alexander ist im Moment verletzt, aber bis dahin hat er mit starken Leistungen überzeugt.

Mit Valentin Stocker steht ein großes Talent des Schweizer Fußballs in Ihrem Kader. Ist er der nächste Eidgenosse, der in einer der europäischen Topligen für Furore sorgt?

Wir haben in der Schweiz im Moment sehr viele Talente, die sich in den europäischen Top-Ligen durchsetzen können. Valentin ist einer der Youngster, der schon am weitesten ist. Er könnte den Sprung sicher schaffen, aber er fühlt sich hier auch sehr wohl. Wir wollen keinen Spieler verschenken, geben ihn also nur ab, wenn wir ihn wirklich nicht mehr aufhalten können.

Wäre er von seiner Entwicklung her schon reif für den Sprung oder sollte er besser noch ein Jahr beim FCB bleiben?

Für meine Entwicklung wäre es schlecht, wenn er in diesem Sommer schon gehen würde (lacht laut). Er hat sicherlich alle Qualitäten, die ein Top-Fußballer in Europa braucht. Er ist unheimlich schnell, technisch stark, torgefährlich. Ich würde ihn gerne noch behalten, gönne es ihm aber auch, wenn er die Möglichkeit bekommt, zu einem Top-Klub zu wechseln.

Ist es ihr Fernziel, irgendwann mal in der Bundesliga als Cheftrainer zu arbeiten?

Natürlich habe ich Ziele. Ich fühle mich aber im Moment hier so wohl, dass ich die nächsten Jahre noch in Basel arbeiten will. Deshalb denke ich über den nächsten Schritt in meiner Karriere im Moment noch nicht großartig nach. Ich will mir hier einen guten Namen machen, möchte Titel sammeln. Das ist für einen Trainer ja auch immer wichtig und diese Möglichkeiten habe ich hier.

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