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Inter Mailand: Präsident Massimo Moratti unter Beschuss

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Italien - Serie A  

Schwere Vorwürfe gegen Massimo Moratti

05.04.2010, 12:40 Uhr | sid, sid

Inter Mailand: Präsident Massimo Moratti unter Beschuss. Inter-Boss Massimo Moratti steht in Italien mächtig unter Beschuss. (Foto: imago)

Inter-Boss Massimo Moratti steht in Italien mächtig unter Beschuss. (Foto: imago)

Inter-Präsident Massimo Moratti ist im Zuge des Manipulations-Skandals im italienischen Fußball schwer belastet worden. Beim laufenden Prozess gegen 37 beschuldigte Funktionäre und Schiedsrichter legten die Rechtsanwälte von Juves Ex-Sportdirektor Luciano Moggi belastende Telefonmitschnitte vor. Moggi gilt als Drahtzieher der Manipulationsaffäre von 2006.

Bei den Mitschnitten aus 2005 zwischen Moratti und dem früheren Schiedsrichterkoordinator Paolo Bergamo verspricht Bergamo dem Inter-Chef für ein entscheidendes Meisterschaftsspiel den Einsatz eines "guten Schiedsrichters", der sich wohlwollend verhalten werde.

Moggi: "Alle sind schuldig"

Mit den Aufzeichnungen will Moggis Verteidigung beweisen, dass Kontakte zwischen Klubpräsidenten und Schiedsrichterkoordinatoren im italienischen Fußball normal waren. "Entweder sind alle unschuldig, oder alle schuldig. Meiner Ansicht nach sind alle schuldig", erklärte Moggi nach Angaben der "Gazzetta dello Sport". Den 37 Angeklagten wird Sportbetrug vorgeworfen. 17 von ihnen wird auch der Bildung einer kriminellen Vereinigung mit dem Ziel vorgeworfen, Einfluss auf das italienische Fußball-System zu nehmen.

Aberkennung von Juves Meistertiteln

Mit dem Zivilprozess findet der größte Manipulationsskandal im italienischen Fußball seinen Abschluss. Vor dem Sportgericht des Fußballverbands waren Moggi und seine Komplizen bereits im Sommer 2006 zu langen Berufsverboten und Geldstrafen verurteilt worden. Der 71-jährige Moggi wird beschuldigt, mit Hilfe korrupter Schiedsrichter mehrere Spiele der Meisterschaft 2004/05 und 2005/06 zugunsten seines Turiner Vereins manipuliert zu haben. Wegen Moggis Verwicklung im Manipulationsskandal hatte der italienische Fußballverband Juventus Turin die Meistertitel 2005 und 2006 aberkannt.

Gefängnis und Berufssperre

Moggi war im Januar 2009 von einem Gericht in Rom zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden, sein Sohn Alessandro zu 14 Monaten Haft. Gegen Moggi senior wurde zudem eine fünfjährige Berufssperre verhängt.

Neuer Ärger durch Spitzel-Affäre

Weiteres Ungemach droht Inter Mailand auch von Ex-Spieler Christian Vieri. Der Klub ließ seinen damaligen Stürmer im Privatleben überwachen. Vieri fordert nun die Aberkennung von Inters Meistertitel aus dem Jahr 2006 wegen Verstößen gegen den Sport-Kodex. Der 38-Jährige verlangt laut "Gazetto dello Sport" zudem ein Tätigkeitsverbot für Moratti und Vizepräsident Rinaldo Ghelfi.

Schwere Depressionen durch Überwachung

Vieri fordert in dem Prozess gegen Inter 9,25 Millionen Euro Schadenersatz und von der Telefongesellschaft Telecom Italia weitere 12 Millionen Euro. Die Bespitzelung des einstigen Stürmerstars durch eine Privatdetektei mit Verbindungen zur Telecom Italia hat bei dem im Oktober zurückgetretenen Stürmer nach Angaben seines Anwalts zu schweren Depressionen geführt. Moratti hat die Überwachung Vieris bereits eingestanden, ein Urteil in dem Prozess wird in den nächsten Wochen erwartet.

Chefankläger prüft den Antrag

Der Rechtsbeistand des Ex-Stürmers beruft sich bei der Forderung nach den zusätzlichen Sanktionen gegen Inter auf Verbandsbestimmungen für den Fall von Verstößen gegen den Sport-Kodex. Stefano Palazzi, Chefankläger des italienischen Verbands, muss Vieris Antrag nun prüfen.

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