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Primera Division: Hat Aufsteiger Alicante betrogen?

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Spanien - Primera Division  

Alicante: Zum Aufstieg betrogen?

31.07.2010, 15:52 Uhr | dpa, t-online.de, dpa, t-online.de

Primera Division: Hat Aufsteiger Alicante betrogen?. David Odonkor (li., Betis Sevilla) und Paco Pena von Hércules Alicante im Kampf um den Ball. (Foto: imago)

David Odonkor (li., Betis Sevilla) und Paco Pena von Hércules Alicante im Kampf um den Ball. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Einen schlimmeren Vorwurf kann es für einen freudetrunkenen Aufsteiger nicht geben: Betrug. Hércules Alicante soll sich unlauterer Mittel bedient haben, um ans Ziel zu kommen, das Primera Division heißt. Spanische Medien berichteten von vier Versuchen, gegnerische Teams zu bestechen. Drei Mal soll Alicante mit seinem unehrenhaften Ansinnen jedoch abgeblitzt sein.

Spaniens Staatssekretär für Sport, Jaime Lissavetzky, forderte eine rasche Aufklärung der Vorwürfe. Hércules Alicante hatte sich in der vorigen Saison den Aufstieg erst am letzten Spieltag der 2. Liga durch ein 2:0 bei Absteiger Real Union Irun gesichert. David Odonkors Ex-Klub Betis Sevilla hatte parallel Alicantes Mit-Aufsteiger Levante mit 4:0 geschlagen. Alicante, Levante und Betis wiesen als Folge alle 71 Punkte auf. Das Torverhältnis ließ Betis als Verlierer im Unterhaus zurück. Der Verein verlangte nun einen Platz in der Primera División für den Fall, dass sich die Vorwürfe gegen Alicante bestätigten.

Über den Müll zum Müll

Die spanische Justiz war dem Hércules-Eigentümer Enrique Ortiz bei Ermittlungen wegen eines Korruptionsskandals bei der Müllabfuhr von Alicante auf die Spur bekommen. Die Ermittler ließen Telefongespräche des Geschäftsmannes abhören und sollen auf diese Weise von den Bestechungsversuchen im Fußball erfahren haben.

Córdobas Torwart war angeblich käuflich

Die Zweitligisten UD Salamanca, CF Girona und Recreativo de Huelva sollen Bestechungsversuche des Hércules-Bosses zurückgewiesen haben. Dagegen soll der Torwart des CF Córdoba, Raúl Navas, nach diesen Berichten ein Schmiergeld von 100.000 Euro angenommen haben. Hércules gewann das Spiel gegen Córdoba 4:0. Der Keeper bestritt energisch, Geld von Hércules angenommen zu haben.

Es geht um rein sportliche Sanktionen

Die Justiz stellte die Ermittlungen im Bereich des Fußballs mittlerweile ein, weil die Manipulation von Spielausgängen nach spanischem Recht bislang kein Straftatbestand ist. Die Sportbehörden forderten jedoch die Staatsanwaltschaft auf, ihnen Beweismaterial zur Verfügung zu stellen, damit sportliche Sanktionen verhängt werden können. Staatssekretär Lissavetzky sagte, es sei größte Eile geboten. Die Vorwürfe müssten vor dem Saisonstart am 31. August aufgeklärt werden. Hércules-Präsident Valentín Botella betonte: "Wir sind auf sportlich einwandfreie Weise aufgestiegen. Auf dieses Ziel hatten wir jahrelang hingearbeitet."

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