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Englands Klubs Sparen - nur Manchester City nicht

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Neue Bescheidenheit in der Premier League

12.08.2010, 10:53 Uhr | dpa, dpa

Englands Klubs Sparen - nur Manchester City nicht. Geld spielt keine Rolle: Manchester City hat wieder groß aufgerüstet. (Foto: dpa)

Geld spielt keine Rolle: Manchester City hat wieder groß aufgerüstet. (Foto: dpa)

Das Land spart, die Premier League auch. Nach Jahren des kopflosen Geld-um-sich-Werfens ist vor dem Liga-Startschuss im englischen Fußball eine neue Bescheidenheit eingekehrt. Die sorglos eingegangene Rekordverschuldung hatte Spitzenvereine wie Manchester United oder den FC Liverpool zunehmend eingeschnürt. Zwar schließt sich das Transferfenster erst Ende August, doch mit schlagzeilenträchtigen Mega-Wechseln rechnet kaum noch ein englischer Fußballfan. Den Anhängern auf der Insel schlägt zudem weiter das schlechte WM-Abschneiden der eigenen Nationalmannschaft aufs Gemüt.

Die Inselklubs haben verhalten oder gar nicht eingekauft - mit Ausnahme von Manchester City. Die Zeitung "The Observer" rief bereits den "Sommer der Kargheit" aus und fand das gar nicht schlecht: "Vielleicht erscheint die gedämpfte Atmosphäre nach all dem Hype der Vergangenheit sogar als Erleichterung."

Die Stars bleiben fern

So blieben Kaka, Messi und Co. in Spanien (wo zudem der Spitzensteuersatz nicht wie zuletzt in Großbritannien auf 50 Prozent erhöht wurde), und auch aus Deutschlands bei der WM brillierender Nationalelf zog es - mit Ausnahme von Jerome Boateng, der schon vor der WM zu ManCity ging - keinen in die jahrelang attraktivste und populärste Liga der Welt. Der Stuttgarter Sami Khedira gab Real Madrid den Vorzug.

City ist die große Ausnahme

Nur ManCity, das der Herrscherfamilie des Golfscheichtums Abu Dhabi gehört, setzte seine beispiellose Shopping-Tour auch diesen Sommer fort. Neben Boateng (geschätzte Ablöse: 13,4 Millionen Euro) verstärkte sich das in den vergangenen beiden Jahren zusammengekaufte Starensemble von Trainer Roberto Mancini unter anderem mit dem spanischen WM-Star David Silva vom FC Valencia (29,2 Millionen), dem defensiven Mittelfeldmann Yaya Touré vom FC Barcelona (34 Millionen) und Aleksandr Kolarov von Lazio Rom (19,5 Millionen).

Ferguson mit goldenem Händchen

Ganz anders der große Nachbar und Serienmeister Manchester United: Da freute sich Erfolgstrainer Sir Alex Ferguson still und leise über das 7-Millionen-Schnäppchen Javier Hernandez. Den Stürmer hatte ManU bereits verpflichtet, bevor der Mexikaner bei der WM in Südafrika groß herauskam. Meister und Pokalsieger FC Chelsea wies derweil den vertragsfreien Michael Ballack (Bayer Leverkusen) und Joe Cole (Liverpool) die Tür und holte den Israeli Yossi Benayoun für bescheidene 6,7 Millionen Euro von den Reds.

Wenger erwartet spannende Saison

Die neue Sparsamkeit könnte die Premier League international weiter schwächen - im Mai fand das Champions-League-Finale zum ersten Mal in sechs Jahren ohne englische Beteiligung statt - daheim aber zu mehr Chancengleichheit führen und damit für mehr Spannung sorgen. Das hofft zumindest Arsenal-Trainer Arsène Wenger, der den Marokkaner Marouane Chamakh für Gunners-Verhältnisse teure 12,6 Millionen Euro von Girondins Bordeaux nach London holte: "Es ist
offener dieses Jahr. Bis zu sieben Mannschaften können um den Titel spielen", sagte der Franzose.

Der Sparkurs kommt an

Für Zeitungen wie den "Observer" ist das eine positive Entwicklung: "Wenn die Premier League nun ein bisschen altmodischer und sparsamer daherkommt, wird Fußball vielleicht wieder eine gesündere Rolle im Leben unseres Landes spielen."

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