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Matthäus in Bulgarien verhöhnt

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Matthäus in Bulgarien verhöhnt

28.09.2010, 07:15 Uhr | t-online.de, t-online.de

Matthäus in Bulgarien verhöhnt. Kann Lothar Matthäus seine Kritiker überzeugen? (Foto: imago)

Kann Lothar Matthäus seine Kritiker überzeugen? (Foto: imago) (Quelle: imago)

Hohn und Spott für Lothar Matthäus: Dem frischgebackenen bulgarischen Nationaltrainer weht bei seinem Amtsantritt heftiger Gegenwind ins Gesicht, und zwar in Person des Ministerpräsidenten Bojko Borissov. "Ich weiß nicht, was er in Bulgarien machen wird. Das Maximum, das er rausholen kann, ist, noch einmal zu heiraten", sagte der 51-jährige Regierungschef der Zeitung "Standard News".

Das hat gesessen! Matthäus, der zuletzt mit der Trennung von seiner vierten Ehefrau Liliana für Schlagzeilen gesorgt hat, hatte erst am vergangenen Donnerstag den Vertrag mit dem bulgarischen Fußballverband unterzeichnet. Schon jetzt wird er von einflussreichen Politikern verhöhnt. Borissov macht in der Öffentlichkeit keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die Wahl von Matthäus als Trainer der Fußballmannschaft seines Landes. "Es ist schade, dass wir uns daran gewöhnt haben, ausländische Trainer zu verpflichten. Ich glaube, wir haben unsere eigenen Trainer, wie zum Beispiel Hristo Stoichkov. Und die sind nicht schlechter, sondern sie sind besser", zitiert die "Bild"-Zeitung den Ministerpräsidenten.

Berbatov kommt nicht zurück

Rückendeckung sieht anders aus. Immerhin wünscht Borissov dem deutschen Rekordnationalspieler für seine Aufgabe alles Gute: "Wir sollten Matthäus Glück wünschen. Ich als bulgarischer Fan wünsche mir, dass er Erfolg hat." Es liegt also an Matthäus, den Regierungschef Lügen zu strafen und mit einer erfolgreichen EM-Qualifikation von sich zu überzeugen. Schon am 8. Oktober steht das Spiel in Wales auf dem Programm. Fehlen wird dem 49-Jährigen dann Dimitar Berbatov. Schon im Mai hatte der Stürmer von Manchester United seinen Rücktritt aus der Nationalelf bekannt gegeben. Mit seinem Versuch, Berbatov umzustimmen, war Matthäus gescheitert. "Dimitar wird sich nicht weigern, mit Matthäus zu sprechen – aber das ist alles. Er wird nicht zurückkehren. Das hat er schon früher in diesem Jahr deutlich gemacht", erklärt Berbatov-Berater Emil Dantchev gegenüber dem "Guardian".

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