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Verkaufsschlacht um FC Liverpool jetzt vor Gericht

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Milliardär Lim erhöht Angebot für FC Liverpool

12.10.2010, 14:46 Uhr | dpa, dpa

Verkaufsschlacht um FC Liverpool jetzt vor Gericht. Liverpool-Fans sind gegen amerikanische Eigentümer. (Foto: imago)

Liverpool-Fans sind gegen amerikanische Eigentümer. (Foto: imago)

Vor einem Londoner Gericht ist die Schlacht um den Verkauf des hoch verschuldeten englischen Premier League-Klubs FC Liverpool fortgesetzt worden. Der Richter soll klären, ob der Klub für die gebotenen 300 Millionen Pfund (343 Millionen Euro) an den US-amerikanischen Investor New England Sport Ventures (NESV) verkauft werden muss. Die bisherigen Eigner Tom Hicks und George Gillett - beide ebenfalls aus den USA - wollen weiter pokern. Das Gericht wird am Mittwoch eine Entscheidung verkünden.

Während sich beide Seiten im Gerichtssaal gegenseitig mit schweren Vorwürfen beharkten, stockte der milliardenschwere Geschäftsmann Peter Lim aus Singapur seinerseits sein Gegenangebot auf 320 Millionen Pfund (366 Millionen Euro) auf. Weitere 40 Millionen Pfund (45,7 Millionen Euro) stünden demnach für Spielerkäufe bereit. Der FC Liverpool steht derzeit auf Rang 18 in der Tabelle der Premier League und damit auf einen Abstiegsplatz.

FC Liverpool droht Insolvenzverfahren

Der Klub hat bei der Royal Bank of Scotland (RBS) 200 Millionen Pfund (229 Millionen Euro) Schulden. Die Bank drängt auf den zügigen Verkauf des Traditionsvereines von der Anfield Road. Dieser wurde von der Klub-Führung auch realisiert. Die Premier League und Liverpool-Coach Roy Hodgson hatten den Verkauf an die NESV, der auch die US-Baseballmannschaft Boston Red Sox gehört, befürwortet.

Allerdings argumentieren die US-Eigner jetzt, der Vereins-Vorstand habe eigenmächtig gehandelt und hätte den Verkauf ohne das Einverständnis der Eigentümer gar nicht komplett machen dürfen. Sie hatten dann ihrerseits zwei Vorstandsmitglieder geschasst und sie durch den Sohn von Hicks und eine weitere Vertrauensperson ersetzt. Sollte die Bank bis Freitag ihr Geld nicht zurückbekommen, droht dem FC Liverpool ein Insolvenzverfahren. Dieses würde unter Umständen einen Abzug von neun Punkten für das Premier-League-Team und damit möglicherweise auch den sportlichen Niedergang zur Folge haben.

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