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Fünf Deutsche können Weltfußballer werden

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Weltfußballer: Schweinsteiger und Co. mit Chancen

26.10.2010, 08:28 Uhr | t-online.de, t-online.de

Fünf Deutsche können Weltfußballer werden. Jubelt hier ein künftiger Weltfußballer? Müller (l.) und Schweinsteiger bei der WM in Südafrika. (Foto: imago)

Jubelt hier ein künftiger Weltfußballer? Müller (l.) und Schweinsteiger bei der WM in Südafrika. (Foto: imago)

Fünf Monate nach der WM in Südafrika könnte die deutsche Nationalmannschaft doch noch einen ganz großen Titel einfahren: Denn in der Auswahl zum Weltfußballer des Jahres finden sich unter den 23 Kandidaten gleich fünf DFB-Kicker. Neben den Bayern-Spielern Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Thomas Müller und Phillip Lahm hat es auch Real Madrids Regisseur Mesut Özil in die engere Wahl für die prestigeträchtige Auszeichnung geschafft (Foto-Serie: die wichtigsten Kandidaten im Überblick).

Die Chancen stehen gar nicht schlecht, dass bei der FIFA-Zeremonie am 10. Januar im Züricher Kongresshaus zum ersten Mal seit Lothar Matthäus 1991 wieder ein Deutscher den Goldenen Ball des Weltfußballverbands FIFA gewinnt.

Schlechte Karten für die üblichen Verdächtigen

Denn es gibt nur wenige Kandidaten in der Liste, die sowohl eine herausragende WM als auch eine gute Klubsaison gespielt haben. So sinken die Chancen einiger der üblichen Verdächtigen, weil sie mit ihren Teams in Südafrika enttäuschten: Real Madrids Cristiano Ronaldo patzte mit Portugal, ebenso Lionel Messi mit Argentinien. Auch Superstar Didier Drogba, der Kapitän der Elfenbeinküste, konnte sich bei der WM nicht in Szene setzen, obwohl er mit dem FC Chelsea vielleicht sein bestes Jahr hatte und in England das Double gewann. Ähnliches gilt für einige Spieler von Inter Mailand: Der Kameruner Samuel Eto'o und die beiden Brasilianer Julio Cesar und Maicon gewannen mit dem italienischen Traditionsklub zwar alle Titel bis hin zur Champions League, ihre Nationalmannschaften enttäuschten aber bei der WM.

Bayernspieler glänzen in Südafrika und in Europa

Zu den absoluten Favoriten gehören Spaniens Weltmeisterhelden. Seit der ersten Wahl zum Weltfußballer 1991 ist im WM-Jahr immer ein herausragender Akteur des frisch gebackenen Weltmeisters gewählt worden. Aber bei aller Freude über den ersten Titel Spaniens haben die Spieler der Furia Roja den Malus, in den europäischen Wettbewerben nicht ganz oben gestanden zu haben. Das gilt für den Finaltorschützen Andres Iniesta (FC Barcelona) genauso wie für die weiteren Nominierten Carles Puyol, Xavi (beide ebenfalls Barca), Xabi Alonso, Iker Casillas (beide Real Madrid) und Cesc Fabregas (Arsenal London).

Außenseiterchance für Uruguays Forlan

Dagegen haben die Bayern-Spieler sowohl bei der WM als auch in den Klubwettbewerben geglänzt. Ihr unglaublicher Lauf in der Königsklasse endete bekanntlich erst im Finale gegen Inter. Und in der Liga feierten die Münchner die Meisterschaft und den Pokalsieg. Das gilt allerdings nicht nur für Schweinsteiger und Co., sondern auch für Arjen Robben. Gemeinsam mit Mailands Wesley Sneijder dürften die beiden Vizeweltmeister aus Holland die größte Konkurrenz um die begehrte Auszeichnung darstellen. Eine Außenseiterchance besitzt auch Diego Forlan. Der offensive Mittelfeldspieler schoss Uruguay quasi im Alleingang zum vierten WM-Platz und sicherte sich so schon die Auszeichnung als bester Spieler des Turniers. Außerdem hatte er zuvor großen Anteil am Sieg seines Klubs Atletico Madrid in der Europa League.

Können Prinz oder Bajramaj die Brasilianerin Marta entthronen?

Zum ersten Mal wird von der FIFA auch der Trainer des Jahres gewählt. Hier ist der DFB mit Bundestrainer Joachim Löw prominent vertreten. Die größten Chancen dürften allerdings Spaniens Weltmeistercoach Vicente del Bosque und Jose Mourinho haben, der 2010 mit Inter Mailand alle wichtigen Titel gewann. Bei den den Frauen nehmen die deutschen Nationalspielerinnen Birgit Prinz und Fatmire Bajramaj einen neuen Anlauf, die Titelträgerin der vergangenen vier Jahre zu entthronen: Brasiliens Ausnahmespielerin Marta.

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