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Trainer Eddy Sözer hospitiert beim FC Barcelona

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Der Star ist der Verein

28.10.2010, 12:10 Uhr | t-online.de, t-online.de

Trainer Eddy Sözer hospitiert beim FC Barcelona. Eddy Sözer mit den Barca-Stars Milito, Pinto, Mascherano und Messi (v. li.). (Foto: privat)

Eddy Sözer mit den Barca-Stars Milito, Pinto, Mascherano und Messi (v. li.). (Foto: privat)

Von Oliver Strerath

Stillstand bedeutet Rückschritt. So sieht es zumindest Eddy Sözer. Der Trainer, Assistent von Bruno Labbadia beim Hamburger SV und Bayer Leverkusen, lässt daher keine Gelegenheit aus, sich weiterzuentwickeln. "Ich liebe Fußball. Von der Jugend über die Kreisliga bis zur höchsten Ebene schaue ich mir Spiele an. Es gehört einfach zu meinen Aufgaben, am Ball zu bleiben." Zuletzt sammelte der 42-Jährige ganz oben Erfahrungen - als Hospitant beim FC Barcelona.

Mit der Zusage des spanischen Meisters erfüllte sich für Sözer ein Traum. "Es war schon lange ein großes Ziel von mir, mal anzuschauen, wie Barca arbeitet." Mitte Oktober bekam der Coach die Chance dazu. Und das, was er sah, beeindruckte ihn. "Der Verein ist ganz klar der Star. Barca hat nur ein Ziel: die Nummer eins zu sein. Und dafür tut der Klub alles", berichtet Sözer, der eine Woche bei den Katalanen lernen durfte. Überwiegend im neuen Trainingszentrum Ciutat Deportiva Joan Camper, das 2006 in der Vorstadt Sant Joan Despi eröffnet wurde. Auf knapp 137.000 Quadratmetern hat der FC Barcelona dort neun Trainingsfelder (fünf Rasen-, vier Kunstrasenplätze), teilweise mit Tribünen, einen Übungsbereich für die Torhüter, einen Multisport-Pavillon, ein Bürogebäude mit Presseräumen und Empfang sowie einen Kabinenkomplex errichten lassen. Kosten: 68 Millionen Euro.

Alles für das Cruyff-System

"Das Ganze wirkt wie ein großes Unternehmen", erzählt Sözer. Wachpersonal kontrolliert die Einfahrt auf das Gelände und überprüft auch auf dem Areal regelmäßig die Aufenthaltsgenehmigung. Die Barca-Größen um Messi, Xavi und Iniesta genießen den größten Schutz. In dem Trainingszentrum studieren aber auch die anderen Spieler das "System FC Barcelona" ein. Von klein auf. Ein System, das einst Johan Cruyff 1988 dem Team auferlegte und das noch heute gespielt wird: 4-3-3. Schnell und offensiv. Wie damals das legendäre Team, das unter dem Niederländer viermal in Folge Meister wurde.

Geheim heißt geheim

Es geht vor allem darum, Automatismen zu entwickeln. Immer und immer wieder werden die Abläufe einstudiert. "Denn nur so funktioniert ein Spielsystem", sagt Sözer. Hinzu komme die taktische Schulung auf dem Trainingsplatz – hinter verschlossenen Türen. Wie vor dem Spiel gegen den FC Valencia, das Barca unter Beobachtung von Sözer mit 2:1 gewann. Dem Geheimtraining zuvor durfte selbst der Hospitant aus Deutschland nicht beiwohnen, "ansonsten war ich stets dabei." Und Sözer nutzte die Zeit, um zu beobachten, zu lernen und sich auszutauschen.

Ohnehin findet das Training der Katalanen überwiegend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Presse darf rund 15 Minuten zum Auftakt der Übungseinheiten dabei sein. Dann ist Schluss. Kiebitze, Fans – die gibt es nicht. "Es herrscht eine klare Trennung, wenn das Team die nötige Ruhe braucht. Diese Liebe zum Detail, diese Akribie ist bewundernswert", bemerkt Sözer. Nur so funktioniere das System, in dem jeder seine Rolle habe.

Messi trifft mit Ansage

Sözer erinnert sich an eine Szene im Training, als Superstar Messi ansagte, wo und wie der den Ball vorbei am Schlussmann ins Tor schießen würde. Messi traf. Und erntete den Beifall seiner Teamkameraden. "Das war schon enorm und hat gezeigt, was er drauf hat. Seine Spielintelligenz und Technik sind sensationell. Wie seine Handlungsschnelligkeit. Das geht zack, zack. Wie bei Xavi und Iniesta auch", sagt der 42-Jährige. Fähigkeiten, die das System der Katalanen erfordert und fördert.

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In der Bundesliga sieht Sözer eigentlich nur einen Verein, der seit langem ähnlich arbeite: Werder Bremen. Seit Jahren gibt Thomas Schaaf bei den Hanseaten die Richtung vor. Seit Jahren gehört Werder in Deutschland zur Spitze. An das „System FC Barcelona“ komme aber keiner heran.

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