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Casey führt die Colorado Rapids zum ersten Titel

22.11.2010, 16:45 Uhr | Aus Toronto berichtet Patrick Brandenburg, t-online.de

Casey führt die Colorado Rapids zum ersten Titel. Glückwunsch! Die Colorado Rapids gewinnen die US-Meisterschaft. (Foto: imago)

Glückwunsch! Die Colorado Rapids gewinnen die US-Meisterschaft. (Foto: imago)

Der Außenseiter hat es geschafft: Die Colorado Rapids sind Sieger der Major League Soccer. 13 Jahre nach einem ersten, vergeblichen Final-Anlauf gewann das Team aus Denver mit 2:1 n.V. (1:1, 0:1) gegen den FC Dallas den MLS-Titel. In einem teilweise sehr ruppig geführtem Endspiel, das sich erst in den Schlussminuten vom Fight zum Drama steigerte, rettete der frühere Bundesligaspieler Conor Casey die Rapids in die Verlängerung, in der ein Eigentor durch George John die Partie entschied. David Ferreira hatte die Texaner in der ersten Halbzeit in Führung geschossen.

"Ich habe in meiner Karriere vorher noch nie was gewonnen", unkte Casey nach der Partie. Bei Borussia Dortmund, Hannover 96, dem Karlsruher SC und Mainz 05 war ihm in sieben Jahren nie der große Durchbruch gelungen. Doch das Spiel vor 19.000 Fans im nicht ganz gefüllten BMO Field von Toronto wurde zur großen Stunde des 29-jährigen unermüdlichen Kämpfers. Casey wurde auch als bester Akteur des Finales ausgezeichnet.

Mit Gewalt gegen den MVP

Im windanfälligen Stadion fast am Ufer des Lake Ontario hatten beide Teams große Schwierigkeiten, ihr Spiel aufzuziehen. Auf Seiten von Colorado bekam US-Nationalspieler Pablo Mastroeni das Geschehen zunächst nicht wie gewohnt in den Griff. Bei Dallas blieb der gerade zum wertvollsten Spieler der Saison gewählte David Ferreira blass, weil Colorado es verstand, dem Feingeist aus Kolumbien mit brachialer Wucht auf die Füße zu treten. Beide Mannschaften leisteten sich zudem etliche Stockfehler, so dass Offensivaktionen Mangelware blieben. "Das war sicher nicht sehr sehenswert", urteilte Gary Smith, der Coach des Siegers. Die Fans in Toronto vertrieben sich früh die Zeit damit, ihren heimischen FC zu feiern, der sich kürzlich die Beraterdienste des früheren Bundestrainers Jürgen Klinsmann gesichert hatte.

Den einzigen Aufreger in der ersten halben Stunde erzeugte ein Zweikampf von Casey mit Dallas-Verteidiger Jair Benitez. Der bullige Stürmer ging im Fünfmeterraum zu Boden und forderte vehement Elfmeter. Aber davon wollte der schwache Schiedsrichter Baldemoro Toledo nichts wissen. Mit dem ersten wirklich sehenswerten Angriff des gesamten Spiels ging der FC Dallas dann überraschend in Führung. Nach der scharfen Hereingabe von Marvin Chavez hatte Ferreira keine Mühe, den Ball zum 1:0 ins Netz zu drücken (35.).

Hartman hält sein Team im Spiel

Im zweiten Durchgang ließen sich die Teams nicht so viel Zeit. Nur zwölf Minuten nach Wiederanpfiff meldete sich Colorado mit dem 1:1 zurück, als Casey gemeinsam mit Gegenspieler Ugo Ihemelu und Dallas-Torwart Kevin Hartman in eine Flanke von Jamie Smith rutschte und im Gewühl als einziger den Überblick behielt. Nur fünf Minuten später hätte Jeff Larentowicz fast frühzeitig das Spiel zugunsten von Colorado gedreht, doch bei seinem Distanzschuss bewies Hartman, warum er zurzeit der beste Torhüter der Liga ist.

Das war es dann aber auch schon wieder mit der kurzen Herrlichkeit. Erneut neutralisierten sich die Kontrahenten bis zur Schmerzgrenze. Dallas nahm jetzt die harte Gangart an und keilte zurück. Weil der Schiedsrichter nicht eingriff, wurde es richtig ruppig. Dabei ging Colorados Casey immer voran, sein Siegeswille schoss einige Male deutlich übers Ziel hinaus und mit einer Gelben Karte war er gut bedient. Erstaunlich, dass beide Teams mit elf Mann in die Verlängerung gingen. Ebenso erstaunlich, dass sich einige tausend Fans die Zugabe nicht mehr anschauen wollten und vorzeitig die Heimreise antraten.

Traumfinale geplatzt

Sie verpassten den kuriosen Siegtreffer des Außenseiters in der 108. Minute. Joker Macoumba Kandji hatte sich schön auf der rechten Seite durchgesetzt, aber es brauchte die Hilfe von Dallas-Abwehrspieler John, um Torwart Hartman zu überwinden. In den verbleibenden zwölf dramatischen Minuten warf Dallas alles in die Offensive, aber mit viel Glück, einer Superparade des sonst oft unsicheren Rapids-Torhüters Matt Pickens und einer Rettungsaktion auf der Linie durch Abwehrspieler Drew Moor in allerletzter Minute sicherte sich Colorado als neuntes Team in der 15-jährigen MLS-Geschichte den Titel.

Das von vielen erhoffte Traumfinale der MLS war bereits zu Beginn der Playoffs geplatzt. Die New York Red Bulls mit Thierry Henry und Rafael Marquez scheiterten im Viertelfinale an den San Jose Earthquakes. Für den Titelfavoriten L.A. Galaxy war im Halbfinale Schluss. Das Team um Englands Superstar David Beckham stolperte überraschend über den FC Dallas, der zuvor schon Titelverteidiger Real Salt Lake ausgeschaltet hatte. Die Liga besteht aus 15 Klubs aus den Vereinigten Staaten und dem Finalgastgeber FC Toronto. In den kommenden beiden Jahren ergänzen Portland und zwei weitere kanadische Klubs, Vancouver und Montreal, die Liga. Außerdem wird über einen zweiten Verein in New York nachgedacht.

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