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Michel Platini warnt Sepp Blatter

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Platini: "Blatter macht, was er will"

25.11.2010, 15:45 Uhr | sid, sid

Michel Platini warnt Sepp Blatter. Nicht immer einer Meinung: Michel Platini (li.) und Sepp Blatter. (Foto: imago)

Nicht immer einer Meinung: Michel Platini (li.) und Sepp Blatter. (Foto: imago)

Deutliche Worte des UEFA-Präsidenten an den FIFA-Chef. Michel Platini kritisiert vor allem die Innovationsfreude von Sepp Blatter. "Blatter macht, was er will - und dann diskutiert er." Der Schweizer ist bekannt für seine teils kuriosen Vorschläge für Regeländerungen. Platini gab seinem Kollegen vom Fußball-Weltverband eine Warnung mit auf den Weg. "Auch und besonders die FIFA muss auf unser schönes Spiel aufpassen."

Platini machte dem FIFA-Präsidenten nochmals die Bedeutung der UEFA klar und mahnte. "Er muss vorsichtig sein. Die FIFA ist zwar die oberste Institution des Fußballs, aber sie veranstaltet nur alle vier Jahre eine Weltmeisterschaft. Alle anderen Änderungen müssen wir umsetzen."

Fußball soll gerechter und strenger werden

Der Franzose hob auch die Bedeutung des Kampfes gegen die Überschuldung der Klubs in Europa hervor. "Wir werden hart durchgreifen", sagte Platini, schränkte aber gleichzeitig ein: "Wir wollen die Klubs nicht vernichten, sondern konstruktiv mit ihnen zusammenarbeiten. Wir wollen sie darauf vorbereiten, was von 2013/2014 an endgültig greifen wird, nämlich ein System, das den Fußball in Europa gerechter machen wird. Dann aber werden wir streng sein."

Mäzene begrüßen neues System

Laut des Europameisters von 1984 seien namhafte Vereinsbesitzer wie Massimo Moratti von Inter Mailand, Roman Abramowitsch vom FC Chelsea oder Silvio Berlusconi vom AC Mailand "glücklich" über die neue Regelung. Sie hätten ihn gebeten, "etwas zu tun. Sie sind es leid, immer mehr Geld in ihre Vereine zu stecken. Wenn das System nicht geregelt ist, müssen sie das aber."

Entscheidende Schritte gegen die Verschuldung der Klubs

Die Probleme seien nicht die Vereinsschulden, sondern beispielsweise Verluste aus Transfergeschäften, sagte Platini: "Darum haben wir ja das Financial Fair Play entwickelt, das wir 2010 vorgestellt haben und welches von der Saison 2013/2014 an seine volle Wirkung entfalten wird. Die Vereine dürfen dann in der Periode von 2013 bis 2015 nur noch ein Defizit von maximal fünf Millionen Euro aufbauen. Die Neuverschuldung darf generell in diesen zwei Jahren 45 Millionen Euro betragen, wenn Anteilseigner oder andere Parteien die Beträge decken. Dieser Betrag sinkt dann auf 30 Millionen Euro für die Dreijahresperiode bis 2018 und danach noch weiter. Wenn Sie das mit heutigen Zahlen vergleichen, sind das entscheidende Schritte."

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