Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Fußball international >

Treffen der Giganten Messi und Cristiano Ronaldo

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Treffen der Besten in Barcelona

28.11.2010, 12:51 Uhr | t-online.de, t-online.de

Treffen der Giganten Messi und Cristiano Ronaldo . Cristiano Ronaldo (li.) und Lionel Messi treffen aufeinander. (Foto: imago)

Cristiano Ronaldo (li.) und Lionel Messi treffen aufeinander. (Foto: imago)

Eine Kolumne von Jonny Giovanni

FC Barcelona gegen Real Madrid: Es ist das größte Spiel des Weltfußballs, und es gibt neben dem ungewohnten Montagstermin (ab 20.45 im Uhr Live-Ticker von t-online.de) gewichtigere Gründe, warum es dieses Jahr noch ein bisschen spezieller ist als ohnehin schon. Die bislang so dröge Champions-League-Saison nährt die Sehnsucht nach großem Fußball, die Tatsache, dass fast die komplette Weltmeisterelf auf dem Rasen stehen wird, garantiert die Klasse, und der Antrittsbesuch von Barcelonas liebstem Feind José Mourinho als Trainer des Erzrivalen die Polemik. Und dann ist da noch die Vorfreude auf das Duell zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, der zwei besten Einzelkönner ihres Sports. (Klicken Sie sich durch die Foto-Show der legendärsten Szenen vom El Clasico)

Superlative werden in Serie gebrochen

Beide befinden sich momentan auf dem Höhepunkt ihres Schaffens. Messi etwa hat in den letzten zehn Spielen je mindestens ein Tor geschossen, eine außerordentliche Serie selbst für jemanden, dem vorige Saison zwei Hattricks nacheinander, ein Vier-Tore-Spiel in der Champions League und insgesamt 47 Treffer in allen Wettbewerben gelangen. Messi bricht Superlative, von deren Möglichkeit man vorher bestenfalls geahnt hat. Aber so ist es wohl normal bei einem, der schon mit 19 seinen ersten Hattrick im "clasico" schoss.

Siebenmal in acht Starts hat Messi gegen Real Madrid insgesamt schon getroffen (allerdings steht bei Spielen gegen von Mourinho trainierte Teams die Null), Ronaldo umgekehrt gegen Barcelona noch nie, nicht in drei Versuchen mit Manchester United und auch nicht in zweien vorige Saison mit Real. Aber was der Portugiese angesichts ihrer starken Form über seine Mannschaft sagt, gilt auch für ihn persönlich: "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um ins Camp Nou zu fahren." Mit 20 Toren in 21 Pflichtspielen steht der Weltfußballer des Jahres 2008 diese Saison nur knapp hinter seinem Nachfolger Messi (23 in 18). Beschränkt man sich auf die spanische Liga, liegt er sogar mit 14:13 Toren vorn.

"Tore sind wie Ketchup"

Dabei schien er nach seiner schwachen und mit der Spuckattacke auf eine TV-Kamera im Abgang gar peinlichen WM schon auf dem absteigenden Ast. Zu Saisonbeginn suchte er so verkrampft und egoistisch den Torabschluss, dass ihn selbst die heimischen Zuschauer im Santiago Bernabeu ausbuhten. Bald darauf bestätigte sich jedoch eine Weisheit, die er selbst während der frustrierenden WM-Tage einmal so ausgedrückt hatte: "Tore sind wie Ketchup: Erst kommen gar keine, dann alle auf einmal."

Auch nun vor dem Klassiker hat Ronaldo einen schönen Spruch geklopft. "Möge der Bessere gewinnen", sagte er, "und der Bessere ist Real Madrid." Eine gewagte Aussage, wo doch der FC Barcelona allgemein als beste Mannschaft der Welt gilt. Dafür eine, die von den Fakten derzeit gestützt wird. In der Tabelle liegt Madrid einen Punkt vor Barcelona. Genauso war die Konstellation zwar auch im vorigen Jahr, als Real zum selben Zeitpunkt nach Katalonien fuhr und das Spiel – wie jedes der letzten vier Duelle – verlor. Erst seit dieser Saison allerdings wirkt das in allen Wettbewerben noch ungeschlagene Team wirklich angekommen auf Augenhöhe mit Barcelona. Zuletzt gewann Madrid seine Spiele nicht weniger souverän als der Erzrivale und bot kaum weniger ansehnlichen Fußball, auch wenn der Spielstil direkter, weniger elaboriert ist als bei Xavi, Iniesta und Kompanie.

Den Grund für Madrids neue Wettbewerbsfähigkeit sieht Ronaldo wie die Fachwelt in Mourinho, "dem besten Trainer der Welt. Auch wenn er ein harter Coach ist, genieße ich es, unter seinem Befehl zu stehen." Wie seinem Landsmann ist dabei Ronaldo die Exzentrik alles andere als fremd. Mit Pirouetten und Theatralik provoziert er auch in Spanien regelmäßig die gegnerischen Fans, welche ihn so genussvoll auspfeifen wie keinen anderen Spieler. So feindselig ist die Stimmung bisweilen, dass es Reals Sportdirektor Jorge Valdano "scheint, er habe Manolete getötet" – den berühmten Stierkämpfer, nach dessen Tod in der Arena in Spanien einst drei Tage Staatstrauer verhängt wurden.

Sturmmitte oder hängende Spitze

Wo Ronaldo gern aufschneidet, kommt Messi so unprätentiös daher wie wohl noch nie ein Superstar seiner Kategorie. Und auch in der Spielweise gibt es Unterschiede. Beide sind ursprünglich Flügelspieler, doch Ronaldo ist physisch stärker, Messi dafür besser am Ball. Beim Verlassen der Flanke zieht es Ronaldo deshalb eher in die Sturmmitte, während Messi zumeist als hängende Spitze agiert, wo er seine Dribbelkünste sowie sein Spielverständnis optimal zur Geltung bringen kann und schlichtweg nicht auszurechnen ist.

Insgesamt muss man wohl schon Spieler von Real Madrid sein wie Linksverteidiger Marcelo, um "Cristiano ein bisschen besser als Messi" zu finden. Die meisten sehen es eher umgekehrt, wenn sie sich zwischen dem außergewöhnlichen Portugiesen und dem wohl noch etwas außergewöhnlicheren Argentinier entscheiden müssen. Selbst Mourinho äußerte sich lieber sibyllinisch, als Messi hinter seinem Spieler Ronaldo einzuordnen. Er nannte einfach beide als die Besten der Welt und fasste ihren Sonderstatus in ein Bild: "Sie essen getrennt."

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
UMFRAGE
Wer holt sich die Meisterschaft in Spanien?
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
38 % sparen: Boxspringbett inkl. Topper für nur 499,- €

Traumhaft und erholsam schlafen auf 180x200 cm - jetzt zum reduzierten Preis bei ROLLER.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal