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Zeugwart in Österreich von Spieler niedergeschlagen

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Zeugwart musste ins Krankenhaus

06.12.2010, 08:50 Uhr | t-online.de, t-online.de

Zeugwart in Österreich von Spieler niedergeschlagen. Mit dieser Faust hat er zugeschlagen: Ilco Naumoski. (Foto: imago)

Mit dieser Faust hat er zugeschlagen: Ilco Naumoski. (Foto: imago)

Riesen-Skandal in Österreich: Ilco Naumoski, von Beruf eigentlich Profi-Fußballer, versuchte sich am Wochenende als Boxer - und streckte nach dem Bundesliga-Spiel seines SV Mattersburg gegen Wiener Neustadt den gegnerischen Zeugwart mit einer krachenden Rechten nieder. Dem Mazedonier droht nun nicht nur eine Sperre durch den österreichischen Verband, sondern auch Ärger mit der Justiz.

Was war passiert? Naumoski hatte kurz vor Ende der Partie das Traumtor der Neustädter unfreiwillig vorbereitet. Seine unglückliche Kopfballabwehr landete vor den Füßen von Christian Thonhofer, der den Ball aus 25 Metern in die Maschen drosch. Zusätzlich gefrustet durch seine Auswechslung eine Minute vor Spielende, schlug er auf dem Weg in die Kabine Zeugwart Harald Ertl ins Gesicht.

Naumoski sollte verhaftet werden

Der Treffer war von solcher Wucht, dass Ertl anschließend ins Spital gebracht werden musste. Die Diagnose: Kapselverletzung des Unterkiefers, Gehirnerschütterung. Er durfte das Krankenhaus zwar noch am Abend wieder verlassen, hat den Vorfall aber der Polizei gemeldet. Einzig eine von den Managern beider Seiten getroffene Vereinbarung mit der Polizei sorgte dafür, dass Naumoski nicht verhaftet wurde.

Bis zu 48 Spiele Sperre möglich

Der 27-Jährige ist in Österreich kein unbeschriebenes Blatt. Im März hatte der Mazedonier seinen Mitspieler Robert Waltner gewürgt, vier Spiele Sperre waren die Konsequenz. Kurz vor Saisonbeginn, als er in einem Testspiel wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte sah, wurde er für fünf Partien aus dem Verkehr gezogen. Und zuletzt wurde im November nach einem Handgemenge mit Fans von Rapid Wien Anzeige gegen ihn erstattet.

Daher werden die Strafen auch entsprechend ausfallen. Der Verband hat angekündigt, eine Untersuchung einzuleiten. Der Vorsitzende der Ethikkommission, Rudolf Potocnik, sagte gegenüber der Tageszeitung "Österreich": "Der Knabe ist kein unbeschriebenes Blatt. Wir werden uns die Sache ganz genau anschauen." Das Reglement sieht eine Sperre bis zu 48 Spielen vor. Da Naumoski als Wiederholungstäter gilt, ist eine Sperre von mindestens acht Spielen wahrscheinlich. Viel größere Probleme drohen ihm aber von der Polizei, die ein Verfahren wegen Körperverletzung einleiten will.

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