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Carlos Tevez: Heimweh nach den Slums

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Die Leiden des jungen C.

14.12.2010, 11:54 Uhr | t-online.de, t-online.de

Carlos Tevez: Heimweh nach den Slums. Nur nach Hause: Carlos Tevez. (Foto: imago)

Nur nach Hause: Carlos Tevez. (Foto: imago)

Eigentlich läuft es für Carlos Tevez im Moment ziemlich rund: Er ist argentinischer Nationalspieler, als Kapitän bei einem Topverein in der Premier League unter Vertrag und zudem mit 33 Toren in 50 Spielen für Manchester City ein überaus erfolgreicher Torjäger. Aber er hat Heimweh - nach seinem früheren Leben in den Slums von Buenos Aires. Deshalb will er England möglichst schon im Winter verlassen.

"Ich wünsche mir mein früheres Leben zurück, das ich in einem Armenviertel von Buenos Aires geführt habe", sagte Tevez. "Meinen aktuellen Lebensstil mag ich nicht." Also bat er den Verein um die Freigabe in der Winterpause, die prompt abgelehnt wurde.

Alles aufgeben für die Rückkehr

Roque Santa Cruz hat Verständnis für seinen traurigen Teamkollegen. "Sein Herz hängt an seiner Familie", sagte der Ex-Bayer. "Wenn dein Heimatland dich ruft, könnte es passieren, dass du alles aufgibst, um zurückzugehen." Tevez verdient bei den Citizens bis 2013 geschätzte sechs Millionen Euro pro Jahr und ist damit der Topverdiener seines Klubs.

"Darauf habe ich keine Lust mehr"

In einem Radio-Interview holte er kürzlich zum Rundumschlag aus: "Im Fußball geht es nur um Geld, das mag ich nicht", sagte der 26-jährige. "Es gibt so viele Agenten mit sehr jungen Spielern, es ist schrecklich. All diese Jungen wollen keine Titel gewinnen. Sie denken, sie hätten etwas gewonnen im Fußball, weil sie zwei Handys und ein Haus haben. Heutzutage sind so viele schlechte Menschen im Fußball-Geschäft unterwegs und jeden Tag muss man sich mit ihnen auseinandersetzen. Darauf habe ich keine Lust mehr."

Geld spielt keine Rolle

Um ihren Topstar milde zu stimmen, boten ihm die Scheich-Eigentümer von Manchester City einen neuen, besser dotierten, Vertrag mit 15,5 Millionen Euro im Jahr an, doch Tevez lehnte ab. "Diese Entscheidung hat nichts mit Geld zu tun. Das habe ich dem Management auch mehrfach mitgeteilt", sagte er. "Das Angebot war sehr großzügig und ich möchte Scheich Mansour für sein Verständnis und die Unterstützung danken."

Ärger mit dem Coach

Auch wenn Tevez es bestreitet: Es wird vermutet, dass seine Abwanderungswünsche durchaus etwas mit Trainer Roberto Mancini zu tun haben. Zwischen den beiden war es in der jüngeren Vergangenheit zu Auseinandersetzungen gekommen.

Buenos Aires, Mailand, Madrid

Sein Arbeitgeber hat mittlerweile nur noch wenig Verständnis für die Launen des Torjägers und drohte, Tevez zu verklagen, sollte er seinen Vertrag nicht erfüllen. Doch wenn Tevez seinen Weg weiter so konsequent verfolgt, wird er zur Weihnachtszeit das City-Trikot zum letzten Mal tragen. Ob er im neuen Jahr aber tatsächlich das Armenviertel von Buenos Aires den Villenvierteln Madrids oder Mailands vorzieht, ist äußerst fraglich.

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