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Leonardo soll Inter Mailand zur Meisterschaft führen

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"Romantiker" soll Inter zur Meisterschaft führen

06.01.2011, 09:38 Uhr | t-online.de, t-online.de

Leonardo soll Inter Mailand zur Meisterschaft führen. Leonardo (li.) soll als Trainer die Mannschaft von Inter-Präsident Massimo Moratti zum Titel führen. (Foto: imago)

Leonardo (li.) soll als Trainer die Mannschaft von Inter-Präsident Massimo Moratti zum Titel führen. (Foto: imago)

Es könnte das Jahr des Wandels werden in Italien. Etwa, wenn Regierungschef Silvio Berlusconi irgendwann tatsächlich auch im Parlament des Vertrauen verlieren sollte, das er in der Bevölkerung schon lange nicht mehr genießt. Oder, wenn es im Fußball wirklich mal wieder einen neuen Meister geben sollte, nach fünf Jahren Inter Mailand.

13 Punkte liegen die Klub-Weltmeister schon hinter Spitzenreiter und Lokalrivale AC Milan, allerdings haben sie wegen der vorweihnachtlichen Reise zum globalen Championat nach Abu Dhabi noch zwei Partien in der Hinterhand. Es ist also noch nicht alles verloren, es muss fortan nur so ziemlich jedes Spiel gewonnen werden. Los geht die Aufholjagd am Donnerstagabend gegen den Tabellenzweiten SSC Neapel, der wie das gleichsam überraschende Lazio Rom nur drei Punkte hinter Milan rangiert. Titelchancen haben in der knappsten Saison seit langem auch noch Juventus Turin und der AS Rom.

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"Kein Druck" für den neuen Coach

Realistischerweise werden sie sich bei Inter daher wohl mit dem Erreichen der Champions League zufrieden geben; höhere Ziele werden dieser Tage schon deshalb nicht ausgegeben, um den neuen Trainer Leonardo zu schonen. "Lassen wir ihn ohne Druck arbeiten", sagte Klubchef Massimo Moratti bei Leonardos Vorstellung als Nachfolger des nach der Klub-WM geschassten Rafael Benitez. Der Neue hat ja es auch so schon nicht einfach, denn es fließt nicht gerade blauschwarzes Inter-Blut durch seine Venen. Bis zum Sommer arbeitete er vielmehr 13 Jahre als Spieler, Sportdirektor und zuletzt Trainer für Milan.

Die Anstellung bei Inter kam also durchaus überraschend, zumal Leonardo in seiner einzigen Trainersaison die Erwartungen mit Platz drei nicht gerade übererfüllte. Aber Moratti hat ein persönliches Faible für den kultivierten, eher sanftmütigen Brasilianer. Man kennt und schätzt sich schon seit längerem. "In unseren Gesprächen habe ich immer eine ähnlich gelagerte Sensibilität gespürt", sagt Moratti. Der gefühlige Erdölmagnat scheint in Leonardo einen Seelenverwandten zu sehen, und seine Ansichten sind bei Inter eben Gesetz.

Pato trauert Leonardo nicht nach

Bestimmt hat Moratti, dessen Frau Milly für die politische Opposition aktiv ist, auch gefallen, wie sich sein Freund Leonardo bei Milan die Einmischungen von Klubeigner Berlusconi verbat. Auch in der Öffentlichkeit gewann er dafür Sympathien, intern allerdings bezahlte er den Ungehorsam zum Saisonende – mit der Entlassung. Peinliche 0:4-Pleiten gegen Inter und Manchester United spielten dabei allerdings auch eine Rolle. Zudem scheint Leonardo in der Mannschaft nicht nur Freunde gehabt zu haben. "Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen", kommentierte jedenfalls Milan-Stürmer Alexandre Pato kühl den Wechsel zum Erzrivalen: "Ich hoffe nur, dass er bei Inter keine gute Arbeit leisten wird."

Doch Leonardos Voraussetzungen sind immerhin schon mal besser als die von Benitez. Der konnte eigentlich nur verlieren, denn was sollte er schon besser machen als José Mourinho, der im Sommer als Triple-Gewinner geschiedene Trainersuperstar? Nicht ganz unerwartet fiel Inter nach diesem Triumph ab, etliche Verletzungen kamen hinzu, Moratti wurde ungeduldig und Benitez dünnhäutig. Immer häufiger sah er sich mit Mourinho verglichen, mit dem ihn schon seit gemeinsamen Premier-League-Tagen bei Liverpool bzw. Chelsea eine solide Feindschaft verbindet. Wiewohl ein anerkannt guter Trainer war Benitez für Inter psychologisch gesehen von Anfang an der falsche Mann.

Der "Romantiker" soll für den Scudetto sorgen

Ob Leonardo der richtige ist? Immerhin hat er keine Mourinho-Obsession. Dem Vernehmen nach suchte er bereits mehrmals das Gespräch mit seinem bei Inter kultisch verehrten Vorvorgänger. Außerdem hat der Absturz nun ja schon statt gefunden, Leonardo kann es eigentlich nur besser machen als Benitez. In Nationalverteidiger Ranocchia (vom FC Genua) hat er einen Ersatz für den schwer verletzten Walter Samuel (Kreuzbandriss) bekommen, und insgesamt loben sie bei Inter seine positive Art. Statt wie Benítez über Verletze und Erschöpfung zu klagen, appelliere er an Stolz und Mentalität der Spieler. Selbst die Meisterschaft will er nicht abschreiben. "Ich glaube noch an den Scudetto." 

Sich selbst bezeichnete Leonardo bei seiner Vorstellung vorige Woche als "Romantiker". Angesichts seines erstaunlichen Seitenwechsels darf man davon ausgehen, dass sie das bei Milan ein bisschen anders sehen.

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