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Sepp Blatter schießt gegen das IOC

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FIFA-Boss Blatter verhöhnt das IOC

07.01.2011, 14:48 Uhr | dpa, AP, AP, dpa

Sepp Blatter schießt gegen das IOC. Präsident Sepp Blatter setzt nach der Kritik an der FIFA auf Attacke. (Foto: imago)

Präsident Sepp Blatter setzt nach der Kritik an der FIFA auf Attacke. (Foto: imago)

FIFA-Präsident Sepp Blatter hat scharfe Kritik am Finanzgebahren des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geübt. "Das IOC macht es wie eine Hausfrau. Sie erhält etwas Geld und sie gibt etwas Geld aus", sagte Blatter in Doha am Rande des Asien Cup.

Seinen eigenen Verband, der nach Korruptionsvorwürfen und der umstrittenen Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar unter Druck steht, nahm der Schweizer hingegen in Schutz. Während das IOC "keine Transparenz hat", gelte für den Fußball-Weltverband: "Unsere Geschäftsbücher sind für jedermann offen." Dies sei seit seinem Amtsantritt 1998 als FIFA-Chef so, sagte Blatter, der seit 1999 auch dem IOC angehört.

Blatters Kritik sorgt für Verwunderung

Zugleich kritisierte der 74-Jährige die Zusammensetzung des IOC. "Von den 115 Mitgliedern des IOC sind nur 45 direkt mit dem Sport verbunden", sagte Blatter. Falls man wissen wolle, wo es in der Welt noch Prinzen, Prinzessinnen und Könige gebe, solle man sich die Liste der IOC-Mitglieder ansehen. "Du wirst viele von ihnen finden." Angesprochen auf die Tatsache, dass der jordanische Prinz Ali Bin al Hussein am Tag zuvor zum FIFA-Vizepräsident gewählt wurde, witzelte Blatter: "Einen können wir uns leisten".

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Blatters aktuelle Kritik am olympischen Dachverband verwundert, da die FIFA derzeit genug eigene Probleme hat. Der Zuschlag für die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland und Katar war von Bestechlichkeitsvorwürfen begleitet worden. Im Vorfeld der WM-Vergaben waren zwei Exekutivmitglieder suspendiert worden, weil sie ihre Stimme zum Kauf angeboten haben sollen.

Hoeneß: "Es ist ein Skandal"

Für die WM-Vergabe an Russland und Katar war Blatter von verschiedener Seite, darunter zuletzt von Bayern-Präsident Uli Hoeneß, scharf kritisiert worden. "Es ist ein Skandal, wie dort die Dinge ablaufen. Offensichtlich hat heutzutage nur noch eine Bewerbung Erfolg, wenn zusätzlich Zahlungen unter dem Tisch gemacht werden", sagte Hoeneß.

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