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Mourinho: Sonnenkönig will die Königlichen verlassen

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Mourinho nur einer von vielen Gescheiterten

20.01.2011, 14:54 Uhr | t-online.de, t-online.de

Mourinho: Sonnenkönig will die Königlichen verlassen. José Mourinho (li.) und sein Widersacher Jorge Valdano. (Foto: imago)

José Mourinho (li.) und sein Widersacher Jorge Valdano. (Foto: imago)

Heiland, Messias, Retter, Titelgarant: José Mourinho wurde als Außerirdischer gefeiert, als einzig möglicher Trainer für Real Madrid. Der Wechsel des Portugiesen im Sommer 2010 war die logische Konsequenz seiner außergewöhnlichen und erfolgreichen Karriere, die er gerade erst mit dem historischen Triple bei Inter Mailand gekrönt hatte. Seine Extravaganz, Arroganz und Brillanz versprach die perfekte Mischung zu sein: Ein Sonnenkönig für die Königlichen. Doch schon nach sechs Monaten hat Mourinho von der "Real"ität genug. Er sagt: "Ich will weg von hier!"

Es war die Medienkonferenz vor dem Pokal-Rückspiel im Derby gegen Atletico Madrid. Mourinho hatte mal so richtig schlechte Laune. Darauf angesprochen, ließ er genau diese Worte verlauten - und verschwand. Nun rätselt ganz Spanien, ob der extrovertierte Coach lediglich den Journalisten entfliehen oder damit seinen Vorgesetzten einen Schlag vor den Bug setzen wollte.

Vergiftete Atmosphäre zwischen Trainer und Manager

Eines ist jedoch sicher: Mit seinen Vorgesetzten, namentlich mit Manager Jorge Valdano und Präsident Florentino Pérez, hat sich der 47-Jährige längst überworfen. Während Mourinho - wie bei seinen vorigen Vereinen auch - alle sportlichen Kompetenzen auf sich vereinen wollte, schützte Pérez seinen Schützling Valdano und pfiff den Trainer zurück. Die Kaderplanung blieb in der Hand Valdanos, Mourinho selbst sollte in der Rolle des Bittstellers verweilen.

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Mourinho als Bittsteller? Eine undenkbare Vorstellung für den stolzen Portugiesen. Als sich Torjäger Gonzalo Higuain schwer verletzte, forderte Mourinho Ersatz, schlug erst Hugo Almeida, dann Fernando Llorente und schließlich Ruud van Nistelrooy vor. Was bekam er? Eine spöttische Antwort seines Managers über die Medien: Mit Karim Benzema hätte der Trainer ja noch einen Stürmer, er müsse ihn halt nur einsetzen. Auf der Pressekonferenz spuckte Mourinho nun Gift und Galle: "Ich bin zu alt, dass man mir über die Medien Mitteilungen zukommen lassen muss!"

Mourinho sieht seinen Erfolg gefährdet

Eine Trennung - spätestens zum Ende der Saison - scheint immer wahrscheinlicher. Mourinho, der keine Möglichkeit auslässt, um seine Liebe zur englischen Premier League breit zu treten, wird sich weitere Einmischungen und Bloßstellungen nicht mehr lange anschauen. Er sollte Real wieder in die Erfolgsspur zurückführen und fühlt sich in der Ausübung seiner Arbeit nun gehindert. Kurzum: Er sieht den fest eingeplanten Erfolg Reals - seinen persönlichen Erfolg - gefährdet.

Doch damit wäre er in bester Gesellschaft. Ein Blick in die Statistik der letzten sieben Jahre lässt jeden Real-Fan erschaudern: Mourinho ist bereits der zehnte Trainer, seit 2003 ein gewisser Vicente del Bosque nach vier höchst erfolgreichen Jahren geschasst wurde. Kein Übungsleiter blieb seitdem länger als eine Saison. Und auch die Präsidenten spielten über Jahre "Bäumchen, wechsle Dich" - Perez ist Nummer fünf sein 2006. Entsprechend vernichtend fällt die sportliche Bilanz seit 2003 aus: Zwei Meisterschaften und ein Sieg des nationalen Supercups - das war's! Mit Mourinho hätte alles besser werden sollen. Aber die "Real"ität ist eben eine andere.

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