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Bernd Schuster steht bei Besiktas vor dem Rauswurf

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Schuster steht bei Besiktas vor dem Rauswurf

18.02.2011, 15:03 Uhr | dpa, dpa

Bernd Schuster steht bei Besiktas vor dem Rauswurf. Das Engagement von Bernd Schuster bei Besiktas Istanbul könnte schon bald beendet sein. (Foto: imago)

Das Engagement von Bernd Schuster bei Besiktas Istanbul könnte schon bald beendet sein. (Foto: imago)

Bernd Schuster bläst der Wind am Bosporus heftiger denn je ins Gesicht. Für das 1:4-Debakel von Besiktas Istanbul gegen Dynamo Kiew in der Europa League machten Fans und Medien vor allem den deutschen Trainer verantwortlich. Schon während des Spiels im Inönü-Stadion hatten aufgebrachte Anhänger den Rücktritt Schusters gefordert.

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Ecke direkt verwandelt

Das brasilianische Schlitzohr Roberto Carlos zaubert den Ball ins gegnerische Tor. Video

Damit droht dem mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Besiktas-Team der K.o. im europäischen Fußball. Aber auch in der Meisterschaft hat die Mannschaft mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Fabian Ernst, Roberto Hilbert und Hugo Almeida als Tabellen-Sechster bei 15 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Trabzonspor keine Chance mehr, in den Titelkampf einzugreifen.

Fans wollen Schuster an die Wäsche

Noch hält die Vereinsführung zu Schuster. "Wir haben ein wichtiges Spiel gegen Fenerbahce vor uns", richtete Besiktas-Präsident Yildirim Demirören nach der Niederlage den Blick bereits auf das nächste Punktspiel. Doch die kochende Volksseele ließ sich kaum beruhigen. Medienberichten zufolge musste Demirören wütende Fans davon abhalten, auf Schuster loszugehen.

Die Partie gegen Kiew war schon nach einer Stunde entschieden. Ognjen Vukojevic (27.), Alt-Star Andrej Schewtschenko (50.), Atanda Yussuf (56.) und Oleg Gussew (90.) per Elfmeter trafen für den ukrainischen Rekordmeister. Für Besiktas war Ricardo Quaresma (37.) zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich. Zu allem Überfluss sah der Portugiese in der Nachspielzeit wegen einer Tätlichkeit Rot.

Die Medien machen Druck

Schuster habe die Anhänger des Vereins nach dem Spiel noch wütender gemacht, weil er zwar die Verantwortung für die Niederlage auf sich genommen, aber die Proteste der Fans abgetan habe. "Es kümmert mich nicht, was da gerufen wird", zitierten türkische Medien ihn. Unzufriedene sollten zu Hause bleiben. "Wer es so nicht will, soll nicht ins Inönü-Stadium kommen", machte die Sportzeitung "Fanatik" eine Aussage des Deutschen zur Schlagzeile ihres Spielberichts.

Für den türkischen Kommentator Ahmet Cakar ist Schuster der Verantwortliche für die Niederlage gegen Kiew, weil er zu viele Fehler gemacht habe. "Schuster sabotiert Besiktas", sagte Cakar.

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