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David Navarro: Brutalo-Kicker empört Spanien

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Brutalo-Kicker Navarro empört ganz Spanien

01.03.2011, 12:45 Uhr | dpa, dpa

David Navarro: Brutalo-Kicker empört Spanien. Unschuldslamm: David Navarro kam dank einer Schauspieleinlage um einen Platzverweis herum. (Foto: imago)

Unschuldslamm: David Navarro kam dank einer Schauspieleinlage um einen Platzverweis herum. (Foto: imago)

Erst Raubein, dann Schauspieler: David Navarro vom Erstligisten FC Valencia hat mit rüden Fouls und einer theatralischen Einlage eine Welle der Empörung in Spanien ausgelöst. Der Innenverteidiger des Champions-League-Rivalen vom FC Schalke 04 hatte bei Valencias 2:1-Sieg im Punktspiel bei Athletic Bilbao den Nationalspielern Javi Martínez und Fernando Llorente mit Ellbogenchecks die Köpfe blutig geschlagen.

Nach dem Foul an Llorente ließ Navarro sich theatralisch zu Boden fallen und von Sanitätern vom Platz tragen. Damit brachte er den Schiedsrichter davon ab, ihm die fällige Rote Karte zu zeigen. Wenig später sprang er wieder quicklebendig auf das Spielfeld. "Er hat die Rolle seines Lebens gespielt, dafür hätte er einen Oscar verdient gehabt", lästerte Llorente.

Keine Strafe, aber Hohn und Spott

Die Gewerkschaft der spanischen Fußball-Profis (AFE) will den Vorfall zum Anlass nehmen, einen Verhaltenskodex einzuführen. Wie das Sportblatt "As" berichtet, sollen damit - wie bereits in England - den Mitgliedern schauspielerische Einlagen untersagt werden. Bei Verstößen will die AFE Geldstrafen verhängen.

Navarro war vom Schiedsrichter nicht einmal verwarnt worden. Er hat auch nachträglich vom Verband keine Sperre zu befürchten, weil Bilbao keine Klage erheben will. Allerdings hat die Schauspielerei ihn zur Zielscheibe von Hohn und Spott gemacht. "Vielleicht ist er ohnmächtig geworden, als er das Blut von Llorente sah", witzelte Athletic-Präsident Fernando García Macua. Die Zeitung "El Mundo" titelte: "Der Angreifer flüchtete auf einer Krankentrage."

Sperre wegen Faustschlag

Der Innenverteidiger ist kein unbeschriebenes Blatt. Vor vier Jahren war er vom Europäischen Fußballverband UEFA für sechs Monate gesperrt worden, weil er nach dem Abpfiff des Champions-League-Spiels FC Valencia gegen Inter Mailand (0:0) dem Argentinier Nicolás Burdisso mit einem Faustschlag die Nase gebrochen hatte.

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