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Real und Barca drohen mit Boykott

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Real und Barca drohen mit Boykott

23.03.2011, 18:40 Uhr | dpa

Real und Barca drohen mit Boykott. Mesut Özil und seine Kollegen von Real Madrid werden am nächsten Spieltag wohl nicht auflaufen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Mesut Özil und seine Kollegen von Real Madrid werden am nächsten Spieltag wohl nicht auflaufen. (Foto: imago) (Quelle: imago)

In der spanischen Primera Division gibt es derzeit mächtig Ärger. Real Madrid, der FC Barcelona und andere Teams der iberischen Eliteliga wollen zu den nächsten Pflichtspielen nach der Länderspielpause nicht antreten. Sie hoffen so, ihre Forderungen nach noch höheren TV-Einnahmen durchzusetzen. Der angedrohte "Streik" soll die spanische Regierung unter Druck setzen, eine bestehende Gesetzgebung entsprechend zu ändern.

"In den Verhandlungen mit der Regierung gab es keine Fortschritte", begründete der Präsident der Profi-Liga (LFP), José Luis Astiazaran, die geplante Aktion, "nur mit einer solchen Aktion finden wir bei der Regierung Gehör."

Weg mit der "Gratis-Partie"

Den Vereinen geht es vor allem darum, dass die bisher übliche Übertragung von einer Liga-Partie pro Spieltag im frei zugänglichen Fernsehen abgeschafft wird. Nach ihrer Kalkulation hält die an jedem Samstag ausgestrahlte Live-Übertragung viele Spanier davon ab, Abonnements bei Pay-TV-Sendern zu erwerben. Ohne die "Gratis-Partie" könnten die Vereine von den Fernsehsendern 800 statt bisher 620 Millionen Euro im Jahr verlangen.

Verschiebung im Spielplan

Es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass die Regierung auf die Forderung der Klubs eingeht. Eine Abschaffung der frei empfangbaren Partie wäre bei den Fans sehr unpopulär und würde viele Wählerstimmen kosten. Wenn keine überraschende Wende eintritt, werden am 2. und 3. April in Spanien keine Ligaspiele stattfinden. Der 30. Spieltag müsste am darauffolgenden Wochenende stattfinden, die übrigen Runden müssten um je eine Woche verschoben werden.

Zum Saisonende droht gar ein Aufschub um drei Wochen, weil der letzte Spieltag mit dem Finale der Champions League und Länderspielen in Konflikt käme. Dann wäre die Spielzeit 2010/2011 erst Mitte Juni zu Ende. Manche Klubs sind auch dafür, in der nächsten Saison den Spielbetrieb gar nicht erst nicht zu starten, falls die Regierung ihre Haltung bis dahin nicht geändert hat.

Kritik der Medien

Allerdings sind sieben der 20 Vereine in der Primera Division gegen den Boykott. Dies sind der FC Villarreal, FC Sevilla, Athletic Bilbao, Real Sociedad San Sebastián, Espanyol Barcelona, Real Saragossa und der FC Malaga. Sie konnten sich gegen die "Großen" Real und Barça sowie die übrigen Klubs aber nicht durchsetzen.

Das Sportblatt "Marca" zeigte wenig Verständnis für die Aktion. "Die Vereine bekommen schon jetzt astronomische Summen. Dass sie nun einen Streik ausrufen, weil sie noch mehr kassieren wollen, erscheint angesichts der Wirtschaftskrise als absurd", meinte Spaniens auflagenstärkste Zeitung.

In der spanischen Liga hatte es in den 80er Jahren schon mehrere Streiks gegeben. Sie waren von der Spielergewerkschaft AFE ausgerufen worden. Der jetzt geplante Boykott ist dagegen eine Initiative der Arbeitgeberseite. Die Aktion ist daher streng genommen kein Streik, sondern eher eine Aussperrung.

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