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Lehmann hat nach geglücktem Comeback Blut geleckt

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Lehmann hat nach geglücktem Comeback Blut geleckt

11.04.2011, 14:13 Uhr | sid, dpa

. Jens Lehmann könnte bald der älteste Arsenal-Spieler werden. (Foto: imago)

Jens Lehmann könnte bald der älteste Arsenal-Spieler werden. (Foto: imago)

Jens Lehmann will den Platz zwischen den Pfosten beim FC Arsenal nicht kampflos räumen. Nach seinem Comeback im Trikot des Premier-League-Klubs sagte der 41 Jahre alte Ex-Nationaltorwart, der am kommenden Sonntag zum Rekordspieler der Gunners aufsteigen kann, seinem alten Rivalen Manuel Almunia den Kampf an. "Mein Abstand zu Manuel war zunächst sehr groß. Ich habe aber nur drei Wochen gebraucht, um fit zu werden. Jetzt kann ich körperlich mithalten. Wir werden sehen wie es weitergeht", sagte Lehmann im Anschluss an das 3:1 (2:0) des Tabellenzweiten beim FC Blackpool.

Sollte der Keeper gegen Rekordmeister FC Liverpool sein 201. Spiel für die Londoner bestreiten, würde Lehmann den früheren Rechtsaußen John Rutherford als ältesten Spieler der Klubgeschichte ablösen. Doch nicht nur Rutherfords Bestmarke vom 20. März 1926 kann Lehmann, der bereits zwischen 2003 und 2008 im Arsenal-Tor stand, brechen. Sollte der WM-Dritte von 2006 am Saisonende zwischen den Pfosten stehen, würde er zum viertältesten Profi in der Historie der Premier League aufsteigen.

Trainer Wegner hält den Ball flach

Doch selbst wenn die Rückkehr zwischen die Pfosten ein einmaliges Erlebnis bleiben sollte, kann Lehmann beruhigt abtreten. "Das kümmert mich nicht. Wenn das mein letztes Spiel war, bin ich hochzufrieden - denn wir haben gewonnen", antwortete der 61-malige Nationalspieler auf die Frage, wie er seine Chancen auf einen weiteren Einsatz bewertet.

Seinen Einsatz in Blackpool hatte Lehmann, der am 4. Mai 2008 sein bisher letztes Spiel in der Premier League absolviert hatte, einer kurzfristigen Knieverletzung Almunias zu verdanken. "Ich hatte es nicht wirklich erwartet, aber manchmal hat das Leben Überraschungen parat", sagte der gebürtige Essener, der von Teammanager Arsene Wenger vor drei Wochen wegen der Verletztenmisere bei den Arsenal-Torhütern zurückgeholt worden war. "Ich war nicht besorgt. Schließlich habe ich einen guten Torwart durch einen guten Torwart ersetzt. Jens hat hart im Training gearbeitet und sich stetig verbessert", sagte Wenger, der Lehmann aber nicht über Gebühr loben wollte. "Er hat gut gespielt. Er hat Kommandos gegeben, und seine Autorität hat uns bei Standardsituationen geholfen. Man muss aber auch sagen, dass er nicht allzuviel zu tun hatte", kommentierte der Franzose die Vorstellung des Deutschen, der zuletzt im Reserveteam der Londoner Spielpraxis gesammelt hatte.

Knapp an der roten Karte vorbeigeschrammt

In der Tat war Lehmann weitgehend beschäftigungslos. Die Hauptstädter, für die Vassiriki Diaby (18.), Emmanuel Eboue (21.) und Robin van Persie (76.) trafen, waren klar überlegen. Dennoch hätte das Comeback des Routiniers, der seine Karriere im vergangenen Sommer eigentlich beendet hatte, auch fatal enden können. Lehmann entging nach einem Foul an DJ Campbell nur dadurch einem Platzverweis, dass Gary Taylor-Fletcher den Ball gleich im Anschluss zum Tor Blackpools einschob (52.).

Auch Wenger, der mit seinem Team nach dem 32. Spieltag sieben Punkte hinter Spitzenreiter Manchester United liegt, stockte in dieser Szene der Atem. "Doch selbst wenn es Elfmeter gibt, hätte eine Gelbe Karte ausgereicht, weil Jens klar den Ball spielen wollte", sagte der Coach, dessen Mannschaft ein Spiel weniger als ManUnited ausgetragen hat.

Unterschiedliches Medienecho

Die Medienwelt war in ihrer Einschätzung der Lehmannschen Leistung gespalten. "Mit ihm kehrten Durchsetzungskraft und der Glaube zurück in das Team", fand der "Guardian". "Lehmann hat Arsenal im Titelrennen gehalten", schrieb das Boulevardblatt "The Sun". Arsenal hat sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer, aber ein Spiel weniger absolviert.

Der "Daily Telegraph" sah den Torwart-Veteranen allerdings kaum gefordert. "Er hatte so wenig zu tun, dass Arsenal auch Bob Wilson ins Tor hätte stellen können", schrieb die Zeitung. Der heute 69 Jahre alte Wilson spielte von 1963 bis 1974 für die Gunners. Die "Times" war von der Vorstellung Lehmanns weniger beeindruckt. "Der Wahnsinn - Lehmanns erstes Profi-Spiel seit seinem Karriereende in Stuttgart im vergangenen Sommer - war bezeichnend für ein verrückt zerfahrenes Spiel, das Arsenal trotz vieler Unzulänglichkeiten verdient gewann", schrieb das seriöse Blatt. "In der Auftaktphase war Lehmann in etwa so zuverlässig wie die gleichnamige Bank aus Amerika. Immer, wenn der Ball in seine Nähe kam, wurden die mitgereisten Arsenal-Fans nervös."


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