Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball > Fußball international >

Rassismus-Vorwürfe: Frankreichs Technikdirektor suspendiert

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Reaktion auf Rassismus-Vorwürfe

30.04.2011, 16:35 Uhr | sid

Rassismus-Vorwürfe: Frankreichs Technikdirektor suspendiert. Der Technikdirektor des französischen Fußballverbandes, Francois Blaquart, wird suspendiert. (Foto: imago)

Der Technikdirektor des französischen Fußballverbandes, Francois Blaquart, wird suspendiert. (Foto: imago)

Der technische Direktor des französischen Fußball-Verbandes FFF, Francois Blaquart, ist mir sofortiger Wirkung suspendiert worden. Damit reagierte Frankreichs Sportministerin Chantal Jouanno auf die Rassismus-Vorwürfe. Die Entscheidung sei gemeinsam mit Verbandspräsident Fernand Duchaussoy getroffen worden, teilte die Politikerin mit.

Zuletzt hatte das Internetportal "Mediapart" gemeldet, dass der Verband offenbar die Einführung einer Quote für schwarze und arabische Spieler plane. Demnach sollen einige Spitzenfunktionäre, darunter Nationaltrainer Laurent Blanc, insgeheim eine entsprechende Quote für Trainingszentren und Schulen im ganzen Land ausgegeben haben und die Pläne nach einem geheimen Treffen im Januar zur Einwilligung an die entsprechenden Einrichtungen verschickt haben.

Spieler mit doppelter Staatsangehörigkeit sind ein Thema

Am Samstag veröffentlichte "Mediapart" den wörtlichen Bericht eines Treffens zwischen Blanc, Blaquart und zwei Jugendtrainern des Verbandes. Ein Diskussionspunkt des Treffens sollen Spieler mit doppelter Nationalität gewesen sein, die trotz der Ausbildung in Frankreich für die Auswahl ihres Herkunftslandes spielen könnten. Blaquart bestätigte inzwischen diese Berichte. "Alle Worte sind wahr. 45 Prozent unserer Spieler in den Nationalteams der verschiedenen Altersklassen haben die Möglichkeit, uns zu verlassen. Diese Zahl wollten wir reduzieren." Zwar werde der Verband weiterhin "die Motivationen solcher Spieler sehr aufmerksam beobachten", der Plan von der Einführung einer Quote für diese Spieler sei aber verworfen. "Wir wollten dieser Situation eine Grenze setzen, um Gefahren zu vermeiden. Sobald wir aber gemerkt haben, dass dies keine gute Lösung ist, haben wir die Idee verworfen."

Der Mediendirektor des Verbandes, Philippe Tournon, hatte eine entsprechende Diskussion zuvor bestätigt. Zugleich hatte er aber betont, dass die möglichen Schlussfolgerungen aus diesen Gesprächen mit der Einführung einer Quoten-Regelung völlig falsch dargestellt worden seien.

Blanc bezeichnet Vorwürfe als "Lüge"

"Ich habe niemals von solchen Plänen gehört. Wenn mich jemand solchen Diskriminierungsvorwürfen aussetzt, ärgert mich das maßlos", sagte Blanc und bezeichnete die Vorwürfe als "Lüge". Verbandpräsident Fernand Duchaussoy kündigte eine sofortige Untersuchung der Vorwürfe und eine lückenlose Aufklärung an.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal