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Schwere Hooligan-Ausschreitungen in Polen

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Schwere Ausschreitungen beim Pokalfinale

04.05.2011, 10:35 Uhr | t-online.de, dpa

Schwere Hooligan-Ausschreitungen in Polen. Pyrotechnik auf den Rängen, Prügeleien auf dem Rasen beim Pokalendspiel in Polen. (Foto: dpa)

Pyrotechnik auf den Rängen, Prügeleien auf dem Rasen beim Pokalendspiel in Polen. (Foto: dpa)

Polen bekommt gut ein Jahr vor der EM 2012 das Gewaltproblem nicht in den Griff. Diesmal war das Pokalfinale im Land des EM-Gastgebers zwischen Legia Warschau und Lech Posen Schauplatz schwerer Ausschreitungen. Legia hatte die Partie in Bydgoszcz (Bromberg) im Elfmeterschießen 5:4 gewonnen. Danach hatten hunderte vermummte Legia-Fans das Spielfeld gestürmt, um dort den Sieg ihrer Mannschaft zu feiern, berichtete die Zeitung "Gazeta Wyborcza".

Vor den Augen eines UEFA-Beobachters kam es dabei zu Prügeleien mit Fans aus Posen. Die Hooligans demolierten Werbebanden, beschädigten eine Zuschauertribüne und attackierten Fotografen. Die Polizei musste Gummigeschosse und Wasserwerfer einsetzen,


Immer wieder Krawalle

Regierungssprecher Pawel Gras kündigte eine harte Reaktion der Behörden an. "Es kann nicht so weiter gehen", sagte er. Mittlerweile hat sich auch Polens Premierminister Donald Tusk eingeschaltet. Tusk wies die Polizei und den Innenminister an, ihm Informationen über die Ausschreitungen zu geben.

Trotz einer Verschärfung der Strafen kommt es in den polnischen Stadien immer wieder zu Krawallen - und auch außerhalb. In Krakau beispielsweise bekriegen sich die verfeindeten Hooligan-Gruppen der Klubs Cracovia und Wisla seit Jahren. Es gab bereits mehrere Tote.

Elektronische Fußfesseln für Hooligans?

Zuletzt hatten polnische Hooligans auch im Ausland randaliert. Beim Länderspiel in Litauen hatten 200 Personen schon vor Spielbeginn Sicherheitskräfte mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Flaschen angegriffen. Auch nach der Partie in Kaunas kam es zu Zusammenstößen. Vor der EM will sich die polnische Polizei unter anderem mit elektronischen Fußfesseln für Hooligans gegen die befürchteten Krawalle wappnen. Die Geräte sollen die bisherige Praxis ersetzen, nach der Personen mit Stadionverboten sich an Spieltagen bei der Polizei melden müssen.

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