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Pokal-Skandal in Serbien: Spieler verlassen vorzeitig den Platz

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Butorovic: "Wir sollten nicht gewinnen"

12.05.2011, 20:56 Uhr | t-online.de

Pokal-Skandal in Serbien: Spieler verlassen vorzeitig den Platz. Spieler von Vojvodina Novi Sad bedrängen Schiedsrichter Slobodan Veselinović. (Foto: imago)

Spieler von Vojvodina Novi Sad bedrängen Schiedsrichter Slobodan Veselinović. (Foto: imago)

Normalerweise dauert ein Fußballspiel 90 Minuten. Nicht so in Serbien: Im Pokalfinale verließen die Spieler von Vojvodina Novi Sad nach umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen zugunsten Partizan Belgrads nach 82. Minuten vorzeitig das Spielfeld.

Ratko Butorovic war nach der Partie außer sich und erhob schwere Anschuldigungen gegen den Schiedsrichter: "Wir sollten nicht gewinnen", sagte der Vojvodina-Präsident und unterstellte ein "vorab geregeltes Finale".

Ex-Bundesligaspieler im Blickpunkt

Hoffenheim-Leihgabe Prince Tagoe brachte Partizan in der 16. Spielminute in Führung, ehe der mazedonische Nationalspieler Daniel Mojsov für den Außenseiter ausglich (63.). Dem Ausgleich folgte ein umstrittener Elfmeter nach einem Foul an Tagoe, den Zvonimir Vukic (74.) zur erneuten Führung nutzte.

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In der Schlussphase wurde es dann hektisch: Novi Sad erzielte erneut den Ausgleich, der wegen eines vermeintlichen Fouls aber vom Schiedsrichtergespann nicht anerkannt wurde. Kurz darauf brachte Tagoe seinen Gegenspieler im Partizan-Strafraum zu Fall, der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Slobodan Veselinović blieb aber aus. Für die Akteure von Novi Sad zuviel des Guten. Die Elf verließ nach kurzer Rücksprache mit Vereinschef Butorovic wutentbrannt den Platz.

"Der Schiedsrichter hat für den Pokalsieg von Partizan gesorgt"

Vojvodina-Manager Miodrag Pantelic sprach von einer "beispiellosen Schande". Ihn brachten die Entscheidungen der Referees zur Verzweiflung: "Der Schiedsrichter und seine Linienrichter haben das Ergebnis direkt beeinflusst – und für den Pokalsieg von Partizan gesorgt. Warum sollen die Leute denn ins Stadion kommen, wenn der Sieger schon vorher feststeht?"

Während sich die Novi-Sad-Spieler wütend in die Kabine zurückzogen, feierten die Partizan-Spieler den Pokalsieg. Belgrads Trainer Aleksander Stanojevic hingegen machte vor allem Novi Sad für den Skandal verantwortlich: "Eine Elf hat sich nicht korrekt verhalten. Wir haben verdient gewonnen." Auch Ex-Bundesligaspieler Mladen Krstajic sah in seinem Klub "den verdienten Sieger". Partizan-Torhüter Vladimir Stojkovic lobte sogar den Unparteiischen: "Er hat dem Druck stand gehalten – obwohl das schwierig war."

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