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Attacke gegen Skandal-Schiri

13.05.2011, 08:49 Uhr | t-online.de

Attacke gegen Schweizer Skandal-Schiri. In der Schweiz als Skandal-Schiri verschrien: Jerome Laperriere (Foto: imago)

In der Schweiz als Skandal-Schiri verschrien: Jerome Laperriere (Foto: imago)

Abstiegskampf brutal: In der Schweizer Super League ging es am 33. Spieltag besonders hoch her. Im Mittelpunkt stand dabei ein Schiedsrichter. Wie der "Blick" berichtet, kam es beim 1:3 des AC Bellinzona gegen den FC St. Gallen zu turbulenten Szenen: Schiri Jerome Laperriere und seine Assistenten konnte das Stadion nur unter Polizeischutz verlassen.

Laperriere hatte in der 74. Minute Bellinzona beim Stand von 1:1 einen klaren Elfmeter verweigert. Drei Minuten später entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter - allerdings für St. Gallen. Spielmacher Scarione verwandelte diesen sicher und am Ende ging die Partie 3:1 für die Gäste aus. Das Schiedsrichter-Gespann musste daraufhin nach Schlusspfiff beschützt in die Kabine geführt werden.

Demoliertes Schiedsrichter-Auto

Als Laperriere und seine Kollegen in der Umkleide ankamen, der Schock: Sämtliche Kleider sind nass oder kaputt. Der Ehering eines Assistenten war nicht mehr auffindbar. Ebenso stellte sich später heraus, dass das Auto von Laperriere stark beschädigt wurde. An eine Heimreise war für das Gespann zu dieser Zeit nicht zu denken. Zu viele aufgebrachte AC-Fans belagerten den Ausgang.

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Schiri-Boss Urs Meier, den Laperriere unverzüglich informierte, äußerte sich entsetzt: "Es ist eine Schweinerei. So was ist kein Lausbubenstreich mehr, das hat nichts mehr mit Fußball zu tun!" Die Liga hat unterdessen alle Informationen vorliegen und soll ein Disziplinarverfahren einleiten.

Flucht unter Polizeischutz

Eineinhalb Stunden nach Abpfiff wagten die Schiedsrichter die Flucht aus dem Stadion. Als Ablenkungsmanöver diente dabei ein vor dem Haupteingang parkender Streifenwagen. Die dort wartenden Fans bemerken den Abgang durch den Seitenausgang nicht.

Einen Tag nach der Partie entschuldigte sich Laperriere in einem Interview bei den Spielern vom AC: "Ich habe einen großen Fehler begangen und AC Bellinzona in einer Szene klar benachteiligt. Ich bin untröstlich. Ich möchte Bellinzola um Entschuldigung bitten." Diese Erklärung kann die Beteiligten wohl nur wenig versöhnen - ist die Situation des AC doch äußerst brisant. Drei Spieltage vor Saisonschluss belegt Bellinzola den letzten Platz. Ein Sieg gegen St. Gallen hätte vorerst den rettenden Nichtabstiegsplatz bedeutet.

Lapperriere kein Unbekannter

Jerome Laperriere gilt in der Schweiz gemeinhin als Skandal-Schiri. Sein Ruf litt unter zahlreichen Fehlentscheidungen in den vergangenen zwei Jahren.

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