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Mete Serdar Coban: Das königliche Phantom

16.06.2011, 17:50 Uhr | t-online.de

Mete Serdar Coban: Das königliche Phantom . Das Phantom Mete Serdar Coban: Angeblich spielte er schon bei Galatasaray, Inter, West Ham und bald bei Real. (Foto: imago)

Das Phantom Mete Serdar Coban: Angeblich spielte er schon bei Galatasaray, Inter, West Ham und bald bei Real. (Foto: imago)

Real Madrid hat nach Nuri Sahin noch einen türkischen Youngster verpflichtet. Der 17-jährige Mete Serdar Coban war 2006 von Galatasaray Istanbuls Jugendabteilung zu Inter Mailand gewechselt und soll vorerst in der Jugendmannschaft der Königlichen Spielpraxis und Erfahrung sammeln. Davon berichteten türkische Medien und träumten insgeheim von einer goldenen Zukunft für den nationalen Fußball. Doch weder bei Galatasaray noch bei Inter hat man jemals von einem Kicker namens Mete Serdar Coban gehört - aus gutem Grund: Den Jungen gibt es nicht.

Wie das Internetportal "Spox.com" berichtet, deckte die türkische "Fanatik" den Schwindel auf. Der Lebenslauf Cobans war detailiert ausgearbeitet: 1994 in Güzelyurt habe er das Licht der Welt erblickt, das Fußballspielen lernte er mit acht Jahren. Coban sei Torwart gewesen, doch dann auf die linke Verteidigerposition beordert worden, hieß es. Kurze Zeit später sei er für die Jugendmannschaften von Galatasaray, West Ham United und Inter Mailand aktiv gewesen.

Nachrichtenagenturen zitieren Berater und Spieler

Sein Bruder sei damals mit ihm nach Italien gezogen, um ihm in der schweren Zeit fern der Heimat beizustehen. Und nun, im Jahr 2011, also der Wechsel zu Real Madrid. Jose Mourinho, Coach der Königlichen, kenne Coban noch aus seiner Zeit bei Inter, vermeldeten türkische Medien. Der Wirbel war groß und scheinbar überzeugend inszeniert: Vermeintliche Interviews mit dem Phantom Coban oder seinem Berater landeten sogar bei seriösen türkischen Nachrichtenagenturen.

Internet-Videos zeigen x-beliebige Kicker

Doch man hätte vielleicht auch früher schon stutzig werden können: So zeigt das Foto von Coban im Inter-Dress keinesfalls den angeblichen türkischen Nachwuchsstar, sondern den heutigen Bremer Marko Arnautovic. In grob pixeligen Video-Zusammenschnitten von Cobans besten Szenen ist sein Gesicht nie zu erkennen - die Sequenzen zeigen in Wahrheit beliebige Inter-Kicker.

Herkunft in jeder Beziehung unklar

Wer hinter dem Schwindel steckt, ist unklar. Es wir gemutmaßt, dass die Meldung bewusst über soziale Netzwerke verbreitet und dann von Zeitungen und Websites aufgegriffen wurde. Doch die Gerüchte um die Herkunft der Meldung haben vermutlich ebenso wenig Substanz wie die Geschichte der türkischen Fußballhoffnung Mete Serdar Coban.

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