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Fenerbahce steht vor einem Scherbenhaufen

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Fenerbahce steht vor einem Scherbenhaufen

07.07.2011, 13:18 Uhr | dapd

Fenerbahce steht vor einem Scherbenhaufen. Den Meister-Pokal von 2010 muss Fenerbahce wohl wieder zurückgeben. (Bild: imago)

Den Meister-Pokal von 2010 muss Fenerbahce wohl wieder zurückgeben. (Bild: imago)

Die Untersuchungen im Manipulationsskandal rund um den türkischen Fußballmeister Fenerbahce Istanbul werden weiter intensiviert. Die Polizei nahm jetzt 15 weitere Verdächtige fest. Darunter befinden sich nach Angaben einer türkischen Nachrichtenagentur drei Verantwortliche des Meisters Fenerbahce Istanbul. Außerdem wurden der Präsident von Sivasspor und der Trainer von Eskisehirspor inhaftiert. Insgesamt wurden seit dem vergangenen Wochenende bereits etwa 60 Personen vorläufig festgenommen oder verhört. Zudem wurde gegen Fenerbahces Vereinspräsidenten Aziz Yildirim Haftbefehl erhoben.

Die Ermittler haben inzwischen Hinweise auf Betrug und Bestechung im Zusammenhang mit 19 Erst- und Zweitligapartien, wie die Polizei mitteilte. Im Zentrum der Untersuchungen stehe dabei weiterhin der Rekordmeister Fenerbahce, der in der Rückserie der vergangenen Saison nur einmal unentschieden spielte, die 16 weiteren Ligaspiele gewann und sich somit am Ende noch die Meisterschaft vor dem punktgleichen Trabzonspor sicherte.

Fenerbahce droht der Zwangsabstieg

Hauptverdächtiger ist Fener-Präsident Yildirim, dem die Bestechung von gegnerischen Spielern vorgeworfen wird. Der 58-Jährige befindet sich derzeit im Krankenhaus. Er hatte über Unwohlsein geklagt und lässt sich kardiologisch untersuchen. Sobald es ihm besser geht, wird er von der Staatsanwaltschaft verhört werden, so wie es in den vergangenen Tagen bereits mit zahlreichen weiteren Offiziellen von Fenerbahce passiert ist.

Sollte sich der Verdacht der Spielmanipulation bewahrheiten, droht Yildirim eine Haftstrafe sowie dem Verein die Aberkennung der Meisterschaft und möglicherweise sogar der Zwangsabstieg. So erging es vor einigen Jahren bereits dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin, dem die Meisterschaften 2005 und 2006 nachträglich aberkannt wurden; zudem musste der Klub 2006/07 in der zweiten Liga antreten.

Entscheidung bis Ende nächster Woche

Der türkische Fußballverband will bis zum 15. Juli entscheiden, ob und in welchem Umfang dem Verein Konsequenzen drohen. Denn bis zu diesem Datum muss beim europäischen Fußballverband UEFA gemeldet werden, welche Vereine an den internationalen Wettbewerben der kommenden Spielzeit teilnehmen. Fenerbahce wäre aktuell als Meister für die Champions League qualifiziert.

Nicht nur der Ruf des Vereins ist inzwischen stark angeschlagen, es gibt auch bereits einen finanziellen Schaden: Die Aktie des Traditionsvereins stürzte in den vergangenen Tagen an der Istanbuler Börse ins Bodenlose ab.

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