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Wie Anschi Machatschkala Europa aufmischen will

16.08.2011, 16:04 Uhr | dapd

Wie Anschi Machatschkala Europa aufmischen will . Einwurf in eine große Zukunft? Roberto Carlos spielt bereits bei Machatschkala. (Foto: imago)

Einwurf in eine große Zukunft? Roberto Carlos spielt bereits bei Machatschkala. (Foto: imago)

Brasiliens Weltmeister Roberto Carlos und Russen-Star Juri Schirkow sind schon da, an Bayerns Anatolij Timoschtschuk besteht angeblich Interesse und Ausnahme-Stürmer Samuel Eto'o soll bis zum Wochenende verpflichtet werden. Machatschkala, die knapp 450.000 Einwohner zählende Hauptstadt der russischen Kaukasus-Republik Dagestan rückt in die Liste der Nobeladressen für Fußball-Großverdiener auf. Am Sonntag fliegt auch noch der ehemalige deutsche Nationalspieler Kevin Kuranyi ein. Allerdings nur, um mit seinem Klub Dynamo Moskau das Spitzenspiel der russischen Premjer-Liga bei Anschi (zu deutsch Perle) Machatschkala zu gewinnen.

"Anschi kauft einen Spieler nach dem anderen und hat schon eine ganz ansehnliche Truppe zusammen", erzählte Kuranyi der Moskauer Zeitung "Sowjetski Sport". In der Tabelle steht Dynamo als Dritter aktuell fünf Punkte vor dem Sechsten aus dem russischen Fußball-Niemandsland. Aber die Saison läuft noch bis zum November und Machatschkalas Klubeigner Suleiman Kerimow will mit seinem Team unbedingt in die Champions League.

Für dieses Ziel wurde gerade Nationalspieler Schirkow für 15 Millionen Euro von Chelsea London geholt. 20 Millionen soll der 28-Jährige in den nächsten vier Jahren in Machatschkala verdienen. Eine Summe, die Torjäger Samuel Eto'o angeblich pro Saison abfordert, damit er künftig seine Tore für Anschi statt für Inter Mailand schießt, wo er eigentlich noch bis 2014 unter Vertrag steht. Am Freitag soll der Kameruner nach bestandenem Medizincheck eintreffen und einen Dreijahresvertrag unterschreiben. Neben dem exorbitanten Salär für Eto'o sind angeblich 35 Millionen Euro als Ablösesumme an Inter zu überweisen.

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1,4 Milliarden Dollar für die Infrastruktur

Offenbar kein Problem für Kerimow, der in der Rangliste der russischen Zeitschrift "Finans" mit einem Vermögen von 16,9 Milliarden Dollar auf Platz sieben der reichsten Russen geführt wird. Kerimows Investment-Firma Nafta Moskau kontrolliert den größten russischen Silberexporteur Polymetal, ist im Erdölgeschäft involviert und besitzt Anteile an westlichen Großbanken. Am 15. Juli wurde in Dagestan ein Abkommen unterzeichnet, wonach Nafta 1,4 Milliarden Dollar in den Aufbau der sportlichen Infrastruktur der Republik stecken will. Dazu zählt auch der Bau eines neuen Stadions für Anschi, den gerade eine Schweizer Firma plant.

Machatschkalas Erstliga-Kader umfasst aktuell 28 Spieler aus zehn Ländern, darunter sind vier Brasilianer. Und beim mittlerweile wegen seiner spektakulären Transfers öffentlich als "Manchester City von Russland" titulierten Provinzverein wird weiter aufgerüstet. Schirkow, der bei Anschi die Rückennummer 81 trägt, weil seine Lieblingszahl 18 schon besetzt war, ist kaum da, da vermeldet Trainer Gadschi Gadschijew in Auswahltorwart Wladimir Gabulow bereits den nächsten Neuen. Der Keeper aus Russlands EM-Team von 2008 kommt von Dynamo Moskau.

"Für Geld kann man sich keine Ehre kaufen"

Dort war Neuzugang Schirkow übrigens zuletzt am Rande des mit einer 0:3-Pleite missratenen Punktspiel-Auftrittes von Anschi bei Spartak von den Zuschauern ausgepfiffen worden und sah sich Plakaten wie "Für Geld kann man sich keine Ehre kaufen" gegenüber.

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