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Primera Division: Streik der Spieler geht vorerst weiter

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Spielerstreik in Spanien geht vorerst weiter

23.08.2011, 12:52 Uhr | sid, dpa

Primera Division: Streik der Spieler geht vorerst weiter. Kann seiner Leidenschaft am kommenden Wochenende womöglich nicht nachgehen: Lionel Messi vom FC Barcelona. (Foto: Imago)

Kann seiner Leidenschaft am kommenden Wochenende womöglich nicht nachgehen: Lionel Messi vom FC Barcelona. (Foto: Imago)

In der spanischen Primera Division wird der Ball auch am kommenden Wochenende nicht rollen. "Der Streik wird auch am zweiten Spieltag fortgesetzt", sagte Luis Gil, Direktor der Spielergewerkschaft AFE, nach neuerlichen Verhandlungen mit der Profi-Liga LFP. Bereits der Saisonstart der Weltmeisterliga war abgesagt worden.

Die AFE fordert einen besseren Schutz für die Gehälter der Spieler. Nach Angaben der Spielergewerkschaft haben die Klubs in der vergangenen Saison rund 50 Millionen Euro an Gehältern nicht ausgezahlt. Insgesamt seien über 200 Spieler betroffen. Bereits ein erstes Treffen zwischen Gewerkschaft und Liga war ergebnislos verlaufen. Ein Funke Hoffnung bleibt jedoch. Beide Seiten kamen überein, ihre Gespräche in dieser Woche fortzusetzen.

"Standpunkte liegen weit auseinander"

"Die Standpunkte liegen noch weit auseinander, aber wir werden weiterarbeiten, um eine Lösung zu finden", erklärte Gil. Für die deutschen Asse Mesut Özil und Sami Khedira in Diensten von Real Madrid sowie Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona beginnt die neue Spielzeit damit erst im September. Wann genau, das steht in den Sternen. Die Fronten sind weiterhin verhärtet, einen Durchbruch gab es bei den Verhandlungen bisher nicht.

Verschuldung als strukturelles Problem der Liga

Allerdings handelt es sich in Spanien um gravierende strukturelle Probleme. Die Klubs der Eliteklasse sind mit insgesamt vier Milliarden Euro hochverschuldet. Barca und Real schöpfen den Rahm der TV-Einnahmen ab. Die kleineren Klubs schauen in die Röhre. Ein Solidarprinzip bei den Fernseheinnahmen wie in der Bundesliga gibt es nicht. Die LFP soll den Spielern in der vergangenen Woche einen Notfall-Fonds von 40 Millionen Euro angeboten haben, der AFE war dies aber zu wenig.

Spieler und Trainer stehen vereint hinter dem Streik

"Alle Spieler stehen hinter dem Streik. Ich kann versichern, dass nicht gespielt wird", hatte Real Madrids Weltmeister-Torhüter Iker Casillas schon vor Tagen gesagt. Spaniens Trainer unterstützen die Profis der ersten und zweiten Liga bei dem Streik "bedingungslos". In einer Mitteilung der Nationalen Vereinigung der Fußballtrainer ANEF hatten sie die Forderungen der Spieler als "überwältigend gerecht und von dringender Notwendigkeit" bezeichnet. Zudem hatte ANEF-Präsident Xavier Julia beklagt, dass es "immer mehr zur Gewohnheit wird, dass neben Spielern auch Trainer und Physiotherapeuten auf ihre Gehälter warten müssen".

Die Verhandlungsführer aufseiten der Liga und der Gewerkschaft sind nun gefordert. Die Zeit drängt, da es aufgrund der im Sommer 2012 anstehenden Europameisterschaft in Polen und der Ukraine nur wenige Termine für eventuelle Nachholspiele gibt.

Serie A droht ebenfalls mit Streik

Auch in Italien droht der erste Spieltag ins Wasser zu fallen. Die Spielergewerkschaft und die Klubs der Serie A finden kurz vor dem Saisonstart keine Einigung. Die Spielervertretung AIC bekräftigte ihre Drohung, es werde keine Spiele geben, bevor der neue Rahmenvertrag unterschrieben sei. Der Vertrag wurde noch nicht verabschiedet, weil die Liga mehr Flexibilität bei den Transferregeln verlangt - dagegen wehrt sich jedoch die Gewerkschaft.

Verbands-Präsident dennoch zuversichtlich

Ursprünglich war geplant, die Saison am Samstag (27.08.) mit der Partie AC Sienna gegen AC Florenz zu eröffnen. Schon in der vergangenen Saison hatten die Erstliga-Profis mit Streik gedroht, auf diesen aber dann doch verzichtet. Der Präsident des italienischen Verbandes FIGC, Giancarlo Abete, kritisierte die Haltung der Spieler, zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Meisterschaft am kommenden Wochenende nach Plan beginnen kann.

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