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UEFA-Boss Platini macht sich Sorgen

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Rummenigge schießt gegen Blatter

26.08.2011, 15:05 Uhr | sid, dpa

UEFA-Boss Platini macht sich Sorgen. Karl-Heinz Rummenigge teilt in Richtung Sepp Blatter aus. (Foto: dpa)

Karl-Heinz Rummenigge teilt in Richtung Sepp Blatter aus. (Foto: dpa)

Karl-Heinz Rummenigge geht in die Offensive: Der Streit zwischen Bayern Münchens Vorstandschef und dem FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter eskaliert: Rummenigge forderte von Blatter einmal mehr die schnelle Umsetzung von Reformen im Weltverband und zog dabei einen drastischen Vergleich zwischen dem FIFA-Boss und dem ägyptischen Ex-Staatschef Hosni Mubarak. "Mubarak hätte sich vor einem Jahr auch nicht vorstellen können, dass er aus dem Amt gejagt würde", sagte Rummenigge in einem Interview mit dem Schweizer Wirtschaftsmagazin "Bilanz".

"Blatter hat kein gutes Image. Der FIFA-Präsident muss die Verantwortung für das übernehmen, was in seinem Laden passiert. Es liegt an ihm, dass es dort korrekt, seriös und sauber zugeht", fügte Rummenigge an.

Rummenigge denkt an Revolution

Laut Rummenigge wäre Blatter gut beraten, schnell zu handeln, "bevor das sein Nachfolger macht oder bevor eine Revolution von außen kommt. Denn eine Revolution von außen bringt mit Sicherheit große Irritationen und Probleme. Die innere Revolution kann nur von Blatter eingeleitet werden. An seiner Stelle würde ich das tun. Wenn ich etwas nicht verhindern kann, mache ich es lieber selbst", sagte der Präsident der European Club Association (ECA).

Unzufriedenheit allerorten

Sollten Reformen ausbleiben, droht Rummenigge sogar mit einer Abspaltung der Klubs von den Kontinentalverbänden. "Die Klubs sind unzufrieden. FIFA und UEFA brauchen die Klubs, um eine WM und eine EM zu spielen. Aber die Klubs brauchen beide nicht. Theoretisch können wir Bundesliga und Champions League spielen - auch ohne Verbände", sagte Rummenigge, der zudem erklärte, dass in einigen Ländern "die Fans ein großes Problem" mit Blatter hätten. "Ich bin bereit für eine Revolution, wenn das der einzige Weg ist, eine Lösung zu finden", hatte Rummenigge vor einigen Wochen der englischen Zeitung "The Guardian" gesagt.

Platini schaltet sich ein

UEFA-Präsident Michel Paltini sorgt sich aufgrund der vielen Streiks und der großen Probleme innerhalb der Verbände um die Zukunft des Fußballs. "Die Alarmlampen leuchten überall", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Monte Carlo. Als Beispiele nannte der Franzose die Streikaktionen der vergangenen Tage in Spanien und Italien. "Spieler, die ihr Geld nicht bekommen, Klubs, die nicht bezahlen können, all das macht mir Sorgen", erklärte Platini. Erneut unterstrich er die Bedeutung des Financial Fair Play, mit dem die UEFA die Vereine zu soliderem Haushalten zwingen will.

Rummenigge riet Platini zu weniger Aggressivität in der Debatte um den internationalen Spielkalender und der Kritik am Weltverband FIFA. "Das muss man politisch angehen, konstruktiv und positiv und nicht so, wie er es zuletzt getan hat", sagte Platini über die jüngsten Wutreden des Bayern-Chefs.

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