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Todesanzeige: Serbischer Fußball wird beerdigt

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Medien lassen serbischen Fußball sterben

23.10.2012, 11:01 Uhr | t-online.de

Todesanzeige: Serbischer Fußball wird beerdigt. Todesanzeige für den serbischen Fußball, der 108 Jahre alt wurde. (Screenshot: Kurir; Montage: t-online.de)

Todesanzeige für den serbischen Fußball, der 108 Jahre alt wurde. (Screenshot: Kurir; Montage: t-online.de)

Radikaler Ausdruck des Protests in Serbien: Weil sich die serbischen Fußballklubs im Kampf um den Einzug in die Europa League blamiert haben, hat die Belgrader Zeitung "Kurir" zu einem drastischen Stilmittel gegriffen. Auf der Titelseite des Blattes prangte am Samstag eine ganzseitige Todesanzeige.

"Wir informieren Freunde und Fans, dass der serbische Fußball (1903-2011) nach langer und schwerer Krankheit am Donnerstag, den 25.08.2011 gestorben ist." Neben dem Bild eines luftleeren Fußballs wird sogar der Termin der Trauerfeier genannt: "Die Beerdigung findet am Samstag, den 02.09. nach dem Spiel Nordirland gegen Serbien statt."

Vereine und Nationalmannschaft blamieren sich

Fassungslos hatten die serbischen Fans in der zurückliegenden Woche mit ansehen müssen, wie sich die beiden Hauptstadtklubs Roter Stern und Partizan Belgrad auf der europäischen Bühne blamierten. Roter Stern ließ sich in der Europa-League-Qualifikation von Stade Rennes demütigen und ging nach der 1:2-Heimniederlage im Hinspiel im Rückspiel in Frankreich gar mit 0:4 unter. Partizan schaffte sogar das Kunststück, zunächst in der Champions-League-Qualifikation an KRC Genk zu scheitern, um anschließend selbst den letzten Strohhalm der Europa League zu verpassen - passenderweise gegen die nordirische Mannschaft Shamrock Rovers, gegen die sie nach einem Unentschieden in Nordirland dann zuhause mit 1:2 verloren.

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Weil auch die Nationalmannschaft seit Monaten mit schlechten Leistungen von sich reden macht - in der EM-Qualifikation liegt Serbien in der Gruppe C bislang auf einem enttäuschenden vierten Platz -, hat die Belgrader Zeitung nun zu diesem drastischen Mittel des Protests gegriffen. Denn das Qualifikationsspiel in Nordirland kommt nun schon einem Endspiel um die Zukunft des serbischen Fußballs gleich.

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