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Primera Division: Spanische Klubs sperren Radioreporter aus

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Spanische Klubs sperren Radioreporter aus

30.08.2011, 15:03 Uhr | t-online.de

 Primera Division: Spanische Klubs sperren Radioreporter aus . So war es bisher: Andrés Iniesta wird von Radio-Reportern belagert.  (Quelle: imago)

So war es bisher: Andrés Iniesta wird von Radio-Reportern belagert. (Quelle: imago)

Bizarrer Streit in Spanien. Weil die Radio-Sender sich weigerten Gebühren zu bezahlen, hat der Ligaverband die Journalisten beim ersten Spieltag der höchsten spanischen Liga kurzerhand vom Geschehen ausgeschlossen. Anstatt von der Tribüne, berichteten die Radio-Reporter von der Primera Division teilweise aus dem heimischen Wohnzimmer. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Bereits seit mehreren Jahren hatte der Ligaverband LFP darüber diskutiert, die Radiosender für ihre Berichterstattung aus den Stadien zur Kasse zur bitten. Doch die weigerten sich beharrlich. Zum Saison-Start hat der Verband, im dem die spanischen Profiklubs zusammengeschlossen sind, Fakten geschaffen und den Redakteuren den Zutritt ins Stadion verweigert.

Es geht um 100 Millionen Euro

Bisher hatten die Sender für jedes Match von den Klubs kostenfreie Akkreditierungen erhalten. Ab sofort sollen sie dafür zahlen. So fordert die LFP vom Branchenführer Cadena SER, der mit Fußball-Kommentierungen rund 1,8 Millionen Zuhörer pro Spieltag erreicht, für die gesamte Saison etwa vier Millionen Euro.

Der Sportrechtehändler Jaume Roures geht davon aus, dass die Radiosender durch Fußball circa 100 Millionen Euro Werbeeinnahmen auf der Habenseite verbuchen. Da sei es nur recht und billig, dass die Klubs ein Stück vom Kuchen haben wollen. In der Champions League und bei der WM seien derartige Gebühren längst üblich.

Unterstützung von Mourinho

Die Radiosender dagegen argumentieren, dass die Reporter durch ihre Berichterstattung ein eigenes Produkt erschaffen und nicht bloß etwas übertragen, wie es bei Fernsehsendern der Fall ist. Zahlungen an die Klubs lehnen sie daher kategorisch ab. Sogar von José Mourinho bekommen die Sender Unterstützung. "Fußball ohne Radio ist nicht dasselbe", sagte der Trainer von Real Madrid zu dieser Debatte.

Wie dem auch, der Streit dürfte den spanischen Fußball noch ein Weilchen in Atem halten. Beide Seiten vermieden bis dato den Gang vor ein ordentliches Gericht, da sie fürchten, dass jeweils die Gegenseite Recht bekommen könnte.

In Deutschland alles geregelt

In Deutschland müssen die Radio-Stationen übrigens längst für ihre Berichterstattung bezahlen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) im Jahr 2008. Die Vereine hätten bei Heimspielen das Hausrecht. Damit könnten sie bestimmen, wer zu welchen Bedingungen Zutritt zu den Spielen habe. Dieses Recht schließe auch die Erhebung besonderer Gebühren ein.


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